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Arbeitszeitkonten digital abgesichert

Tabelle ZVK

Arbeitszeitkonten sind im Bau Alltag, ihre insolvenzfeste Absicherung jedoch oft komplex. Mit der Integration von Sikoflex in Nevaris Finance Baulohn wird genau dieser Prozess deutlich vereinfacht und direkt in die Lohnabrechnung eingebettet.

Insolvenzsichere Arbeitszeitkonten im Bau

Bauunternehmen, die Arbeitszeitkonten führen, sind verpflichtet, daraus entstehende Wertguthaben gegen Insolvenz abzusichern. Im Rahmen der tariflichen Arbeitszeitflexibilisierung können Beschäftigte innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten Mehr- oder Minderstunden aufbauen. Der Gegenwert dieser Stunden wird über Soka-Bau auf individuellen Sicherungskonten hinterlegt und verzinst.

Das System ist klar definiert: Maximal 150 Plusstunden können angespart werden, bis zu 30 Minusstunden sind zulässig. Kommt es zur Insolvenz eines Unternehmens, erfolgt die Auszahlung des gesicherten Guthabens direkt an die Beschäftigten. Dabei werden neben dem Bruttolohn auch pauschale Arbeitgeberanteile berücksichtigt, konkret 45 Prozent bei gewerblichen Arbeitnehmern und 22 Prozent bei Angestellten. Zusätzlich fließen tarifliche Bestandteile wie Sozialkassenbeiträge und die Winterbeschäftigungsumlage in die Absicherung ein.

Liquiditätseffekte und Praxisnutzen

Für Bauunternehmen ergeben sich daraus konkrete betriebliche Effekte. Die Guthaben werden nicht nur gesichert, sondern auch verzinst. Gleichzeitig bleibt die Liquidität steuerbar, da angespartes Kapital bei späterem Abbau der Arbeitszeitkonten wieder in den Betrieb zurückfließt.

Gerade in saisonal geprägten Bauabläufen zeigt sich der Nutzen deutlich. In Phasen hoher Auslastung aufgebaute Zeitguthaben können in schwächeren Perioden, etwa im Winter, abgebaut werden. Das hinterlegte Kapital wird dann entsprechend rückgeführt und steht wieder zur Verfügung.

Integration in den Baulohnprozess

Nevaris Finance Baulohn ist als zugelassenes Baulohnprogramm für den elektronischen Datenaustausch mit Soka-Bau gelistet und unterstützt Sikoflex direkt im Standard. Eine zusätzliche Software oder ein separates Modul ist nicht erforderlich.

Der Unterschied zu nicht integrierten Lösungen liegt vor allem im operativen Ablauf. Während alternative Verfahren häufig mit Sicherungsscheinen oder manuellen Meldelisten arbeiten, erfolgt die Datenübermittlung hier direkt aus der Lohnsoftware. Das reduziert den administrativen Aufwand in der Lohnbuchhaltung spürbar und minimiert Fehlerquellen.

Sikoflex-Daten werden gemeinsam mit den übrigen Soka-Bau-Meldungen verarbeitet. Medienbrüche entfallen, ebenso manuelle Übertragungen zwischen Systemen. Das senkt das Risiko unvollständiger oder verspäteter Meldungen und sorgt für einen konsistenten Datenfluss innerhalb des Baulohnprozesses.

Aktuelle Konditionen und Branchenkontext

Laut Soka-Bau beträgt die Vertragslaufzeit derzeit zwölf Monate. Die Guthaben werden mit 0,5 Prozent pro Jahr verzinst. Für die Kontoführung fallen monatlich 7,50 Euro je Betrieb sowie 1,50 Euro je Mitarbeiter an. Diese Konditionen können sich anpassen.

Für Bauunternehmen ergibt sich damit eine branchenspezifische Lösung zur Absicherung von Arbeitszeitguthaben, die sowohl rechtliche Anforderungen erfüllt als auch die operative Abwicklung in der Lohnverrechnung vereinfacht. Gerade in einem Umfeld mit hohem Dokumentationsaufwand und saisonalen Schwankungen gewinnt die direkte Integration in die Baulohnsoftware an Bedeutung.

 www.nevaris.com

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