Mit dem Mobirex MR 130 EVO bringt Kleemann Anfang 2027 eine neue Generation mobiler Prallbrecher auf den europäischen Markt. Der Nachfolger des MR 130 EVO2 kombiniert einen überarbeiteten Diesel-Direktantrieb mit elektrischen Nebenantrieben, automatischer Spaltverstellung und einem flexiblen Nachsiebkonzept. Im Fokus stehen eine hohe kontinuierliche Leistung, niedriger Kraftstoffverbrauch und eine einfache Bedienung.
Brechen und Klassieren in einem Prozess
Der mobile Prallbrecher ist für unterschiedliche Recycling- und Natursteinanwendungen ausgelegt. Das Spektrum reicht von Beton, Bauschutt und Asphalt bis zu weichem und mittelhartem Naturstein.
Für die Aufbereitung mit definierten Endkörnungen kann die Mobirex MR 130 EVO optional mit einer Doppeldecker-Nachsiebeinheit ausgestattet werden. Damit lassen sich bis zu zwei klassierte Endprodukte erzeugen. Die Zielkörnung kann dabei in zwei getrennte Materialströme aufgeteilt werden.

Auch die Materialqualität lässt sich während der Aufbereitung gezielt beeinflussen. Sowohl Überkorn als auch Mittelkorn können über Windsichter von Leichtstoffen wie Holz und Kunststoff getrennt werden. Das schwenkbare Mittelkornband ermöglicht außerdem, das Material anschließend wieder mit dem Feinkorn zusammenzuführen.
Damit kann die Anlage nicht nur hohe Mengen verarbeiten, sondern zugleich auf unterschiedliche Anforderungen an die Endproduktqualität reagieren.
Diesel-Direktantrieb mit elektrischen Nebenantrieben
Für den Antrieb setzt Kleemann bei der MR 130 EVO auf das überarbeitete D-Drive-Konzept. Der Diesel-Direktantrieb wurde mit einer neuen Motorengeneration kombiniert und soll für günstige Verbrauchswerte sorgen.
Die Nebenantriebe für Rinnen und Förderbänder arbeiten elektrisch. Das reduziert den Aufwand für die Kraftübertragung und ermöglicht einen effizienten Betrieb der einzelnen Anlagenkomponenten.
Ein lastabhängig geregelter Lüfter trägt zusätzlich zur Reduzierung der Geräuschemissionen bei. Gleichzeitig überwacht das Continuous Feed System, kurz CFS, die Auslastung von Brecher und Motor.
Das CFS steuert die Materialzufuhr so, dass der Brecher möglichst kontinuierlich beschickt wird. Dadurch soll die Brecherauslastung optimiert werden. Gleichzeitig lassen sich unnötiger Verschleiß und Schwankungen im Brechprozess reduzieren.
Automatische Brechspaltverstellung
Auch bei der Bedienung setzt Kleemann auf Automatisierung. Die Mobirex MR 130 EVO verfügt über eine vollautomatische Brechspaltverstellung und eine automatische Nullpunktermittlung.
Der Brechspalt lässt sich per Knopfdruck einstellen. Das manuelle Messen direkt an der Maschine entfällt damit. Die Nullpunktermittlung berücksichtigt zudem den Verschleiß des Brechers beim Start. Dadurch soll die eingestellte Brechöffnung und damit auch die Produktqualität möglichst konstant bleiben.
Für Wartungs- und Kontrollarbeiten lässt sich der Brecher außerdem werkzeuglos öffnen. Nach Angaben von Kleemann ist der komplette Brechraum innerhalb von rund 30 Sekunden zugänglich. Dadurch können Anwender den Brechraum schnell kontrollieren und die Schlagleisten komfortabler wechseln.
Spective bringt Anlagendaten aufs Smartphone
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Die Mobirex MR 130 EVO nutzt das Bedienkonzept Spective von Kleemann. Dazu gehört auch Spective Connect, mit dem wichtige Betriebsdaten auf ein Smartphone oder Tablet übertragen werden können.
Neben der Anlagenüberwachung unterstützt das System auch das Reporting. Bei Störungen stellt Spective Connect detaillierte Informationen zur Fehlerbehebung bereit. Ziel ist es, Stillstandszeiten zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Anlage zu erhöhen.
Die Kombination aus kontinuierlicher Materialzufuhr, automatischer Brechspaltverstellung und digitaler Unterstützung soll damit nicht nur die Bedienung vereinfachen. Sie zielt vor allem auf einen möglichst stabilen Brechprozess und eine hohe Produktivität.
Marktstart Anfang 2027
Die Mobirex MR 130 EVO ist als Nachfolger der MR 130 EVO2 für den Einsatz in Recycling und Natursteinaufbereitung konzipiert. Kleemann will die neue mobile Prallbrecher-Generation mit D-Drive Anfang 2027 zunächst in Europa verfügbar machen. Weitere Märkte sollen anschließend schrittweise folgen.
Mit dem neuen Modell verbindet Kleemann damit einen leistungsorientierten Prallbrecher mit automatisierten Einstellmöglichkeiten, flexibler Nachsiebung und digitaler Anlagenüberwachung. Besonders für wechselnde Recyclingaufgaben kann die Kombination aus Brechen, Klassieren und Materialtrennung interessant sein.
