Ein Komatsu PC490LC-11 mit Xcentric-Vibrationsripper erschließt in der Grube Langenhardt hartes, quarzdurchzogenes Gestein. Die Josef Haushofer GmbH & Co. KG setzt damit auf einen kontrollierten Abbau ohne Sprengstoff und will zugleich die Förderleistung steigern.
Vibrationsripper statt Sprengstoff
Für den Abbau von Quarzit und metamorphem Mylonit hat Haushofer den Maschinenpark um einen neuen Komatsu PC490LC-11 erweitert. Geliefert wurde der Großbagger von Kuhn Baumaschinen Deutschland. Ausgestattet mit Schnellwechsler und Xcentric-Vibrationsripper soll er das widerstandsfähige Gestein gezielt lösen und den Abbau vorantreiben.

Geschäftsführer Philipp Strumberger entschied sich bewusst gegen Sprengungen. Stattdessen übernimmt der Vibrationsripper das Lösen des Hartgesteins. Dafür ist eine Maschine mit ausreichend Eigengewicht und Anpresskraft erforderlich. Der PC490LC-11 bietet die Voraussetzungen, um das Anbaugerät wirkungsvoll einzusetzen.
Quarzit und Mylonit als Rohstoffe
In der rund 17 Hektar großen Grube Langenhardt baut das Unternehmen seit 2023 Rohstoffe ab. Vor Beginn der Förderung ließ Haushofer die Abbausohle intensiv bohren und geologisch untersuchen. Dabei zeigte sich, dass die Gesteinszusammensetzung auch in größeren Tiefen konstant bleibt.
Gefördert werden Quarzit und metamorpher Mylonit. Das stark zerklüftete, von Quarzadern durchzogene Gestein ist kompakt und widerstandsfähig. Aufbereitet zu Splitt, Schotter und weiteren Körnungen eignet es sich unter anderem für den frostsicheren Straßenunterbau sowie als Zuschlagstoff für die Ziegelproduktion.
Bagger übernimmt mehrere Aufgaben
Der neue Komatsu erfüllt mehrere Aufgaben im Gewinnungsprozess. Mit dem Vibrationsripper löst er das anstehende Gestein und treibt den Abbau in die Tiefe voran. Außerdem legt er Halden an und beschickt die mobile Siebtechnik mit Rohmaterial.
Dazu zählt die McCloskey R70, die Kuhn bereits 2024 an Haushofer geliefert hatte. Die Siebanlage erzeugt definierte Kornverteilungen für den Straßenunterbau sowie für den Garten- und Landschaftsbau. Mit dem neuen Großbagger will das Unternehmen die Abbauleistung erhöhen und gleichzeitig auf Sprengungen verzichten.
Kuhn begleitet den Maschineneinsatz
Auch bei der Auswahl des Baggers und des Anbaugeräts spielte die Zusammenarbeit mit Kuhn eine Rolle. „Von der Wirtschaftlichkeit der Maschine sowie auch bei der Ersatzteilbeschaffung, der Betreuung und dem Service sind wir von Kuhn überzeugt“, erklärt Philipp Strumberger.

Seit der Anschaffung der McCloskey-Siebanlage hat Haushofer den Fuhr- und Maschinenpark auf rund 50 Maschinen erweitert. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen 55 Mitarbeiter. Das Angebot aus der Grube Langenhardt umfasst neben Sand, Bankett- und Frostschutzmaterial auch Mineralgemische, Humus sowie verschiedene Splitte und Ziersplitte.
