In zwei Wochen ist es so weit: Am 23. und 24. April 2026 wird das Austria Center Vienna erneut zum zentralen Treffpunkt der Branche. Der Baukongress 2026 bringt mehr als 2.000 Entscheider:innen, Planer:innen und Ausführende zusammen – und setzt mit einem vollständig überarbeiteten Konzept neue Maßstäbe für die österreichische Bauwirtschaft.
Neue Impulse für die gesamte Bauwirtschaft
Der Baukongress gilt seit Jahren als wichtigste Plattform der Branche in Österreich. 2026 nutzt die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) das Format gezielt, um Innovationen sichtbar zu machen und neue Impulse zu setzen.
ÖBV-Geschäftsführer Michael Pauser betont den Anspruch klar: „50 hochaktuelle Fachvorträge, eine ausverkaufte Expo mit mehr als 100 Ausstellern, so vielfältig wie nie zuvor.“ Besonders im Fokus stehen dabei digitale Lösungen entlang der gesamten Bauwertschöpfungskette. Junge Unternehmen präsentieren unter anderem eine weiterentwickelte Beta-Version von bim-t, die unternehmensübergreifendes Arbeiten mit BIM ermöglicht – ohne dass lokale Daten den Rechner verlassen.
Sessions neu strukturiert und klar fokussiert
Eine umfassende Teilnehmerbefragung bildete die Grundlage für die Neuausrichtung des Programms. Sämtliche Sessions wurden inhaltlich geschärft und stärker an den aktuellen Herausforderungen der Praxis ausgerichtet.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie Ressourceneffizienz, nachhaltiges Bauen sowie neue Technologien im Hoch- und Infrastrukturbau. Erstmals werden auch Zukunftstrends in eigenen Sessions gebündelt. Ergänzt wird das Programm durch neue Schwerpunkte im Tunnel- und Ingenieurbau sowie eine Premiere im Bereich Baubetrieb und Baurecht.
KI-Keynote: Impulse aus dem Silicon Valley
Ein inhaltliches Highlight liefert die Keynote von Sarah Buchner, die eigens aus dem Silicon Valley anreist. Sie zeigt praxisnah, wie Künstliche Intelligenz typische Probleme der Baupraxis adressiert – von Verzögerungen über Nacharbeiten bis hin zu fragmentierten Informationsflüssen.
Im Fokus ihrer Ausführungen steht die Frage, wie KI in komplexen, physischen Projektumgebungen funktioniert. Buchner macht deutlich, dass das Bauwesen eigene Ansätze benötigt und nicht einfach klassische Technologiemodelle übertragen kann. Ihr Ansatz: entscheidungsrelevante Daten zur richtigen Zeit bei den richtigen Akteuren verfügbar machen, um Prozesse zu beschleunigen und Verschwendung zu reduzieren.
Motto 2026: Geschwindigkeit und Schulterschluss
Unter dem Leitsatz „ONE RACE. ONE GOAL. ONE SPIRIT.“ stellt die ÖBV den gemeinsamen Fortschritt der Branche in den Mittelpunkt.
ÖBV-Vorstandsvorsitzender Peter Krammer (Swietelsky AG) unterstreicht die Bedeutung des Schulterschlusses: Ziel sei es, Richtlinienarbeit, Weiterbildung, Forschung und Erfahrungsaustausch enger zu verzahnen – praxisnah und lösungsorientiert.
Expo als Innovationsplattform
Mit über 100 Ausstellern entwickelt sich die Expo erneut zum Innovationshub der Bauindustrie. Neben etablierten Unternehmen zeigen insbesondere junge Anbieter neue Produkte und digitale Anwendungen. Viele dieser Innovationen sind bereits vorab online einsehbar und werden vor Ort erstmals umfassend präsentiert.
KOOP+ Award mit neuem Fokus
Der KOOP Award wird 2026 erstmals um Nachhaltigkeitskriterien erweitert. Ausgezeichnet werden die kooperativsten Teams im Hoch- und Infrastrukturbau – die Preisverleihung findet traditionell in der Eröffnungssession statt und gilt als wichtiger Gradmesser für erfolgreiche Projektkultur.
Networking im Fokus
Neben dem Fachprogramm bleibt der persönliche Austausch ein zentrales Element. Der Abendevent direkt im Austria Center bietet Raum für intensives Networking in entspannter Atmosphäre. In der Lounge Area, gestaltet von SWIETELSKY, STRABAG, PORR und HABAU, stehen Gespräche, neue Kontakte und informeller Wissenstransfer im Mittelpunkt.
Mit dem Baukongress 2026 positioniert sich die Branche einmal mehr als innovationsgetrieben und vernetzungsstark. Für Fachbesucher bietet sich damit in zwei Wochen eine komprimierte Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen, Technologien und Strategien aus erster Hand zu erleben.

