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DC Tower 2 gewinnt KOOP+ Award

Baustelle DC Tower 2

Der DC Tower 2 in Wien setzt ein klares Zeichen für moderne Projektabwicklung im Hochbau. Das von Porr im Auftrag von S+B Gruppe realisierte Hochhaus wurde mit dem KOOP+ Award ausgezeichnet – und rückt damit kooperative Bauprozesse als Erfolgsfaktor in den Fokus.

Kooperative Abwicklung als Erfolgsmodell

Verliehen wird der Preis von der Österreichische Bautechnik Vereinigung für besonders kooperativ und nachhaltig abgewickelte Bauprojekte. In der Kategorie Hochbau setzte sich der 175 m hohe Büroturm durch. Ausschlaggebend war laut Jury die konsequente Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten – von der Planung bis zur Ausführung.

Gruppenfoto Preisverleihung am Baukongress
Preisverleihung am Baukongress. Fotos: ÖBV, MW Architekturfotografie

Porr-CEO Karl-Heinz Strauss betont die strategische Bedeutung: „Der Schulterschluss ist ein Grundprinzip der Porr. Immer wieder zeigt sich, dass eine funktionierende Zusammenarbeit im Team, mit unseren Partnerunternehmen und natürlich mit unseren Bauherren zu kürzeren Bauzeiten, innovativen Lösungen und insgesamt zu tollen Ergebnissen führt.“

Flexibilität beschleunigt Bauablauf

Ein zentrales Bewertungskriterium war der Umgang mit unvorhergesehenen Herausforderungen. Die Jury hebt hervor, dass das Projektteam schnell und abgestimmt auf Verzögerungen reagierte. Entscheidungen wurden zeitnah gemeinsam getroffen – ohne negative Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin.

Im Gegenteil: Die Rohbaufertigstellung konnte sogar signifikant beschleunigt werden. Grundlage dafür waren konkrete technische Anpassungen im Bauablauf. So entwickelte das Projektteam unter anderem eine alternative Ausführung der Bodenplatte in Sandwichbauweise. Ziel war es, die maximal zulässigen Bauteiltemperaturen besser einzuhalten – ein kritischer Faktor bei großvolumigen Betonbauteilen.

Auch die Baustellenlogistik wurde optimiert. Anstelle eines eingeschränkt nutzbaren Auslegerkrans kam ein leistungsstarker Bauaufzug mit geschlossener Kabine zum Einsatz. Diese Lösung erhöhte nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern ermöglichte auch eine durchgängige Nutzung bis in die Ausbauphase und in die oberen Geschosse.

Digitalisierung und Monitoring im Hochbau

Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Pilotprojekt im Bereich Schwingungsmonitoring. Mithilfe von 3D-Echtzeitüberwachung und einem digitalen Zwilling wurde das Schwingungsverhalten des Gebäudes bereits während der Bauphase analysiert und prognostiziert.

Das Ergebnis ist für die Praxis relevant: Ein zusätzlicher Schwingungstilger konnte entfallen. Damit wurden sowohl Kosten als auch Ressourcen eingespart. Gleichzeitig liefern die gewonnenen Daten wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Hochhausprojekte vergleichbarer Bauart.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit überzeugte das Projekt. Laut Jury wurden während des Bauablaufs zusätzliche, ursprünglich nicht geplante Maßnahmen umgesetzt, die sowohl die Arbeitssicherheit erhöhten als auch Ressourcen schonten.

Relevanz für die Branche

Der KOOP+ Award richtet sich an Projekte mit einem Volumen von über fünf Millionen Euro und bewertet Best-Practice-Beispiele in kooperativer Projektabwicklung und Nachhaltigkeit. Der Erfolg des DC Tower 2 zeigt, dass integrierte Zusammenarbeit und flexible Entscheidungsstrukturen messbare Vorteile bringen – insbesondere bei komplexen Hochbauprojekten.

Porr Container vor DC Tower 2

Für die Baupraxis lässt sich daraus ableiten: Kooperative Modelle sind kein „Soft Factor“, sondern ein harter Produktivitätshebel. Gerade unter zunehmendem Termin- und Kostendruck gewinnen sie weiter an Bedeutung.

www.porr.at

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