Stürze auf Baustellen entstehen selten durch außergewöhnliche Situationen, sondern meist durch alltägliche Routinen. Genau hier setzt der Doka Sicherheits-Dialog 2026 an: Das Event in Amstetten stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie sich Fehltritte, Fehlentscheidungen und Gewohnheiten in der Baupraxis systematisch vermeiden lassen, bevor daraus Unfälle werden.
Sicherheit entscheidet sich im Alltag
Der zentrale Ansatz des Sicherheits-Dialogs ist bewusst praxisnah formuliert. Es geht nicht um abstrakte Regelwerke, sondern um reale Situationen auf der Baustelle: eine kurzfristig eingesetzte Leiter, ein ungesicherter Randbereich oder der schnelle Weg über eine bekannte, aber nicht gesicherte Kante.
„Sicherheit entscheidet sich oft in Sekunden“, lautet der leitende Gedanke des Events. Genau diese Sekunden sind es, in denen sich zeigt, ob Prozesse, Systeme und persönliche Routinen funktionieren. Der Fokus liegt damit klar auf Verhalten und Entscheidungsstrukturen im Arbeitsalltag – nicht nur auf technischen Schutzmaßnahmen.
Fachvorträge zwischen Praxis und Verantwortung
Das Programm des Sicherheits-Dialogs 2026 kombiniert Fachvorträge mit konkreten Praxisbezügen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie „Resilienz in der Arbeitssicherheit“, die Verbindung von Denkweise und Methode sowie die Frage nach tragfähigen Alternativen zur klassischen Leiterlösung auf der Baustelle.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewertung realer Unfallstatistiken und Praxisfälle. Dabei wird deutlich, wie stark individuelle Entscheidungen und organisatorische Rahmenbedingungen das Risiko beeinflussen. Besonders im Fokus stehen Arbeiten an Deckenrändern, Schächten und Balkonplatten – also jene Bereiche, in denen Absturzrisiken konstruktionsbedingt besonders hoch sind.
Praxisnahe Systeme und physische Erfahrung
Neben den Vorträgen setzt Doka stark auf erlebbare Inhalte. Besucher können Sicherheitssysteme wie die Deckenschalung DokaXdek und das Bewehrungsgerüst Ringlock im praktischen Einsatz sehen und selbst ausprobieren. Ergänzt wird dies durch Demonstrationen zu Sturz- und Lasteinwirkungen, die physikalische Zusammenhänge unmittelbar nachvollziehbar machen.
Auch persönliche Schutzausrüstung wird nicht nur theoretisch behandelt, sondern im Rahmen von Anproben und Live-Demonstrationen konkret erfahrbar gemacht. Ziel ist es, Sicherheit nicht nur zu erklären, sondern in ihrer Wirkung physisch verständlich zu machen.
Austausch und Netzwerk im Fokus
Der Doka Sicherheits-Dialog 2026 findet am 22. Oktober von 12:00 bis 17:00 Uhr am Standort der Doka Österreich GmbH in Amstetten statt. Ein Networking im Anschluss an das Programm bietet die Gelegenheit, den fachlichen Austausch zwischen Bauunternehmen, Experten und Anwendern zu vertiefen.
Mit dem Format positioniert Doka Sicherheit nicht als Pflichtprogramm, sondern als integralen Bestandteil moderner Baustellenorganisation – mit klarer Ausrichtung auf praktische Umsetzbarkeit.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist bis 15. Oktober per E-Mail möglich:
barbara.kriegl@doka.com
