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Hochleistungsbeton bei neuer Radwegbrücke

Wegweisende Brücke für die Mobilitätswende 1+2

Mit einem spektakulären Einhub in nur fünf Minuten wurde in der Marktgemeinde Lutzmannsburg die erste UHPC-Radwegbrücke im Burgenland in Betrieb genommen. Das nur sechs Meter lange Bauwerk über den Ribicabach zeigt exemplarisch, wie sich moderne Fertigteiltechnik, leistungsfähige Baustoffe und effiziente Bauabläufe zu nachhaltiger Infrastruktur kombinieren lassen.

Die Brücke wurde als Komplettfertigteil produziert und vor Ort in einem einzigen Hub eingehoben. Diese Bauweise reduzierte nicht nur die Bauzeit erheblich, sondern minimierte auch Eingriffe in die Umgebung und Verkehrsbeeinträchtigungen. Für ausführende Unternehmen und Auftraggeber ergibt sich daraus ein klarer Vorteil in der Projektabwicklung – insbesondere bei kleineren Infrastrukturmaßnahmen mit begrenztem Baufeld.

UHPC: langlebig und wartungsarm

Gefertigt wurde das Bauwerk von SW Umwelttechnik unter Einsatz von Ultra High Performance Concrete (UHPC). Dieser Hochleistungsbeton zeichnet sich durch eine besonders dichte Gefügestruktur und hohe Festigkeiten aus. Daraus resultieren konkrete Vorteile im Betrieb:

  • hohe Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Feuchtigkeit
  • reduzierte Alterungsprozesse im Vergleich zu Normalbeton
  • deutlich geringerer Wartungsbedarf
  • verbesserte Ökobilanz über den Lebenszyklus

Mit einer prognostizierten Lebensdauer von 150 bis 200 Jahren positioniert sich die Brücke klar als nachhaltige Lösung im kommunalen Infrastrukturbau.

Präziser Einhub als logistischer Schlüssel

Die sechs Meter lange Verbindung zwischen Winkelgärten und Bachgasse wurde im Werk vorgefertigt und anschließend zur Baustelle transportiert. Der Einhub erfolgte als Komplettmontage – ein Ansatz, der höchste Präzision bei Transport, Kranlogistik und Lagerung voraussetzt. Innerhalb von rund fünf Minuten war das Bauwerk an seiner finalen Position installiert.

An der Umsetzung beteiligt waren neben SW Umwelttechnik auch Strabag sowie die Marktgemeinde Lutzmannsburg als Auftraggeber. Die enge Abstimmung aller Beteiligten ermöglichte einen reibungslosen Bauablauf.

Feierlicher Einhub mit wichtigen Entscheidungsträger_innen
V.l.n.r.: Helmut Hartl (Referat Brückenbau, Referatsleiter), Heinrich Dorner (Infrastrukturlandesrat), Ing. Hannes Thiesz (Eigenbetrieb Bau und Betrieb Burgenland, prov. Geschäftsführer), Christine Zopf-Renner (Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland), Roman Kainrath (Bgm. LAbg. Lutzmannsburg) und Klaus Einfalt (CEO SW Umwelttechnik). Fotos: SW Umwelttechnik

Im Rahmen der feierlichen Übergabe unterstrich Bürgermeister Roman Kainrath die Bedeutung des Projekts: „Diese Brücke steht für das, was möglich ist, wenn Gemeinde, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen und sie macht uns alle stolz.“

Beitrag zur regionalen Mobilitätswende

Neben der bautechnischen Innovation erfüllt das Projekt eine klare verkehrliche Funktion. Die neue Querung verbessert die Radinfrastruktur in Lutzmannsburg spürbar und schafft eine sichere Verbindung für unterschiedliche Nutzergruppen. Schüler:innen profitieren von kürzeren und sicheren Schulwegen, Pendler:innen erhalten eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr.

Auch im Freizeitbereich erhöht die Brücke die Attraktivität bestehender Radrouten im Burgenland. Damit wird das Projekt zu einem konkreten Baustein der regionalen Mobilitätswende.

Für Klaus Einfalt ist das Bauwerk zugleich ein Signal für die Branche: „Als Brückenbauer schaffen wir Verbindungen. Das neue Projekt in Lutzmannsburg zeigt einmal mehr, dass zukunftssichere Infrastruktur schnell, nachhaltig und ressourcenschonend realisierbar ist.“

www.sw-umwelttechnik.at

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