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Kleemann: Safety Award für Prallbrecher

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Eine sicherheitsrelevante Innovation im Brechprozess rückt in den Fokus: Für das System „Lock & Turn Quick Access“ im Prallbrecher Mobirex MR 100 NEO wurde Kleemann mit dem Safety Award der IVSS Sektion Maschinen- und Systemsicherheit ausgezeichnet. Die Lösung adressiert ein zentrales Risiko im Betrieb von Brechanlagen und zeigt praxisnah, wie sich Sicherheit, Wartungsaufwand und Prozessgeschwindigkeit gleichzeitig verbessern lassen. Gerade im täglichen Baustellenbetrieb, in dem Zeitdruck und hohe Auslastung dominieren, gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung.

Kritischer Gefahrenpunkt im Brechbetrieb

Der Zugang zur Brechkammer zählt zu den sensibelsten und gleichzeitig häufigsten Eingriffspunkten beim Betrieb von Prallbrechern. Ob zur Beseitigung von Verbrückungen, zur Kontrolle von Verschleißteilen oder im Zuge von Wartungsarbeiten – Bediener müssen regelmäßig in den Bereich der Brecheinheit eingreifen.

Genau hier entstehen jedoch Risiken. Rotierende Komponenten, insbesondere der Rotor, können auch nach dem Abschalten noch Restbewegungen aufweisen. Gleichzeitig ist das Öffnen des Gehäuses in vielen Fällen ein manueller Prozess, der mehrere Arbeitsschritte und entsprechende Erfahrung erfordert. Fehler oder Zeitdruck erhöhen die Unfallgefahr zusätzlich.

Das System „Lock & Turn Quick Access“ setzt genau an diesem Punkt an und integriert eine sicherheitslogische Steuerung direkt in den Öffnungsmechanismus. Das Gehäuse lässt sich erst dann öffnen, wenn der Rotor vollständig zum Stillstand gekommen ist. Diese Verriegelung erfolgt automatisch und verhindert einen Zugriff in potenziell gefährlichen Maschinenzuständen.

werkzeuglose Öffnen des Kleemann Brechers
Das werkzeuglose Öffnen des Kleemann Brechers ist ein großer Pluspunkt für schnellen Service und Wartung. Fotos: Kleemann/Wirtgen

Im Mobirex MR 100 NEO sowie in der elektrifizierten Variante NEOe ist diese Funktion serienmäßig verbaut. Damit wird ein sicherheitskritischer Arbeitsschritt standardisiert und unabhängig von individuellen Bediengewohnheiten abgesichert.

Deutlich effizienterer Zugang zur Brechkammer

Neben der sicherheitstechnischen Wirkung bringt das System eine spürbare Vereinfachung im täglichen Betrieb. Bisher erforderte das Öffnen des Brechergehäuses das Lösen mehrerer Verschraubungen. Diese befanden sich häufig an schwer zugänglichen Stellen und machten den Vorgang zeitintensiv und körperlich anspruchsvoll.

Mit „Lock & Turn Quick Access“ entfällt dieser manuelle Aufwand vollständig. Das Gehäuse wird per Knopfdruck geöffnet und geschlossen. Der gesamte Vorgang dauert laut Hersteller rund 30 Sekunden. Dadurch reduziert sich nicht nur die benötigte Zeit, sondern auch die körperliche Belastung für das Bedienpersonal.

„Mit unserem ‚Lock & Turn Quick Access‘ ermöglichen wir unseren Kunden ein sehr schnelles Öffnen des Brechers per Knopfdruck. Dies nimmt gerade mal 30 Sekunden in Anspruch. So hat der Bediener sehr schnell und ohne einen einzigen manuellen Handgriff volle Einsicht in den Brechraum und beispielsweise ein Schlagleistenwechsel geht komfortabel von der Hand“, erklärt Laurin Winter aus dem Produktmanagement für mobile Prallbrecher bei Kleemann.

Diese Zeitersparnis wirkt sich unmittelbar auf die Maschinenverfügbarkeit aus. Gerade bei häufig auftretenden Verbrückungen oder bei Materialwechseln können Eingriffe schneller durchgeführt werden. Stillstandzeiten werden reduziert, und die Anlage ist schneller wieder produktiv im Einsatz.

Wartung, Verschleiß und Prozesssicherheit

Ein oft unterschätzter Effekt solcher Systeme liegt in der verbesserten Wartungspraxis. Wenn der Zugang zur Brechkammer einfacher und schneller möglich ist, steigt in der Regel auch die Bereitschaft, regelmäßige Kontrollen durchzuführen.

Beim Mobirex MR 100 NEO lässt sich das Gehäuse innerhalb kurzer Zeit öffnen, sodass Sichtprüfungen ohne großen Aufwand in den Arbeitsalltag integriert werden können. Verschleiß an Schlagleisten, Prallplatten oder anderen Komponenten wird dadurch früher erkannt.

Für Betreiber bedeutet das eine bessere Planbarkeit von Wartungsmaßnahmen. Ungeplante Stillstände lassen sich reduzieren, da kritische Zustände frühzeitig identifiziert werden. Gleichzeitig erhöht sich die Prozessstabilität, insbesondere bei anspruchsvollen Materialien oder wechselnden Einsatzbedingungen.

Auch ergonomisch bietet das System Vorteile. Der Verzicht auf manuelles Lösen von Verschraubungen reduziert körperliche Belastungen und minimiert potenzielle Fehlbedienungen. In Summe entsteht ein deutlich strukturierterer und sichererer Wartungsprozess.

Bewertung durch die IVSS-Jury

Der Safety Award der IVSS Sektion Maschinen- und Systemsicherheit wird an Lösungen vergeben, die nachweislich zur Verbesserung der Arbeitssicherheit beitragen. Dabei werden nicht nur technische Innovationen bewertet, sondern auch deren praktische Umsetzbarkeit und der tatsächliche Nutzen im Betrieb.

Im Fall von „Lock & Turn Quick Access“ überzeugte insbesondere die Kombination aus Sicherheitsgewinn und Prozessoptimierung. Die Jury hob hervor, dass die Lösung nicht nur das Risiko für Bediener reduziert, sondern gleichzeitig Arbeitsabläufe vereinfacht.

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Kleemann Experte Ewald Schemitsch von Wirtgen Österreich bei der Preisübergabe in Innsbruck.

Ein zentraler Punkt ist die Reduktion von Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine in kritischen Situationen. Durch die automatisierte Verriegelung wird ein potenzieller Fehlerpunkt eliminiert. Gleichzeitig ermöglicht die schnelle Öffnung des Gehäuses eine effizientere Durchführung von Inspektionen und Wartungsarbeiten.

Diese Verbindung von Sicherheit und Effizienz entspricht einem klaren Trend im Maschinenbau. Moderne Systeme müssen nicht nur leistungsfähig sein, sondern auch intuitive und sichere Arbeitsprozesse unterstützen.

Signalwirkung für die Branche

Mit der Auszeichnung setzt Kleemann ein klares Signal im Bereich der mobilen Brechtechnik. Sicherheitslösungen werden zunehmend integraler Bestandteil der Maschinenentwicklung und nicht mehr nur als Zusatzfunktion betrachtet.

Gerade im Umfeld von Brechanlagen, in dem hohe mechanische Kräfte und komplexe Abläufe zusammentreffen, sind solche Entwicklungen von besonderer Relevanz. Die Möglichkeit, sicherheitskritische Prozesse zu automatisieren und gleichzeitig zu beschleunigen, bietet einen direkten Mehrwert für Betreiber.

Für Bauunternehmen, Recyclingbetriebe und Dienstleister im Materialumschlag bedeutet das konkret: geringere Risiken, kürzere Stillstandzeiten und eine bessere Kontrolle über den Maschinenzustand. In wirtschaftlicher Hinsicht lassen sich dadurch sowohl Betriebskosten als auch potenzielle Ausfallzeiten reduzieren.

Die prämierte Lösung im Mobirex MR 100 NEO zeigt exemplarisch, wie sich diese Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen. Sie verbindet sicherheitstechnische Logik mit einem klaren Fokus auf Bedienbarkeit und Effizienz.

Damit wird deutlich, dass zukünftige Entwicklungen im Bereich mobiler Brechanlagen nicht nur über Leistungsdaten definiert werden. Vielmehr rücken Aspekte wie Arbeitssicherheit, Wartungsfreundlichkeit und Prozessintegration stärker in den Mittelpunkt. „Lock & Turn Quick Access“ ist ein konkretes Beispiel dafür, wie diese Entwicklung bereits heute umgesetzt wird.

Bild ganz oben: Das im Mobirex MR 100 NEO standardmäßig verbaute System Lock & Turn Quick Access ermöglicht es, das Gehäuse der Brecheinheit per Knopfdruck zu öffnen und zu schließen.

www.wirtgen-group.com/kleemann

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