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NÖ Bauordnung 2026: Reform startet

Baustellenbüro mit Bauplänen und Sicherheitsausrüstung und diskutierenden Personen im Hintergrund.

Mit 1. März 2026 wird die umfassende Reform der Niederösterreichischen Bauordnung wirksam. Ziel der Novelle ist es, Bauverfahren zu vereinfachen, die Rechtssicherheit zu erhöhen und Wohn- sowie Gewerbebauten im Bundesland zu erleichtern.

Im Rahmen eines Medientermins informierten Christiane Teschl-Hofmeister, Landesobfrau des Niederösterreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund, sowie Martin Schuster, Obmann der NÖ Bau- und Siedlungsgenossenschaft, über die Änderungen.

Teschl-Hofmeister und Schuster präsentieren neue Bauordnung
NÖAAB-Landesobfrau Teschl-Hofmeister: „Unser Ziel war es, dass Bauen und Sanieren einfacher und vor allem günstiger werden“. Martin Schuster, Obmann der NBG: „Für uns als Wohnbauträger ist vor allem von Bedeutung, dass künftig das geringfügige Überbauen der Gebäudehöhe erlaubt sein wird, um mehr Flexibilität zu ermöglichen.“ Fotos: NÖ AAB, Shutterstock

Ziel: Einfacher und günstiger bauen

Zentrales Anliegen der Reform ist die Reduktion von Baukosten. Zusätzliche Auflagen erhöhen bislang die Errichtungskosten und wirken sich direkt auf Mieten und Eigentumspreise aus.

Ein Bauarbeiter begutachtet eine Baustelle mit Gerüstsystemen, im Hintergrund sind Krane sichtbar.

Durch die neue Umbauordnung sollen zudem Ortskerne gestärkt und der Flächenverbrauch reduziert werden. Mehr Flexibilität bei der Gebäudehöhe ermöglicht eine bessere Ausnutzung bestehender Flächen, ohne zusätzlichen Boden zu versiegeln.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Vereinfachtes Bewilligungsverfahren: Das bisherige Anzeigeverfahren entfällt. Künftig sorgen verbindliche Bescheide für mehr Transparenz und Planungssicherheit.

Erleichterungen für Bestandsgebäude: Vertikale Zubauten oder Nutzungsänderungen bei Gebäuden mit Genehmigungen vor dem 1. Februar 2015 sind von bestimmten technischen Anforderungen ausgenommen. Das erleichtert Sanierungen und Nachverdichtungen.

Liberalisierung von Bauvorschriften: Anpassungen bei Bauabständen, Flachdachregelungen und Stellplatzpflichten schaffen größere Flexibilität für Bauwerber und Wohnbauträger.

Impulse für Wohnbau und Sanierung

Für Wohnbauträger bringt die Reform vor allem mehr Spielraum bei der Planung. Geringfügiges Überbauen der Gebäudehöhe ist künftig zulässig. Dadurch können verbaute Flächen effizienter genutzt und zusätzlicher Bodenverbrauch vermieden werden.

Mit der als „Sanierungsvereinfachungsgesetz“ bezeichneten Novelle positioniert sich Niederösterreich mit einer der modernsten Bauordnungen Österreichs. Die Reform setzt auf Vereinfachung, Kostendämpfung und nachhaltige Raumentwicklung.

www.noeaab.at

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