Mit PowerBoost präsentiert Manitowoc eine neue Batterielösung für Schnellmontagekrane der Marke Potain, die insbesondere bei schwacher oder instabiler Stromversorgung neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Vorgestellt wurde das System auf der Bauma 2025 am Beispiel des Potain Igo M 24-19. Die Plug-and-Play-Lösung fungiert entweder als eigenständige Energiequelle oder unterstützt die vorhandene Baustellenstromversorgung.
Emissionsfreier Betrieb für sensible Baustellen
Bereits die Konzeption adressiert ein zentrales Problem vieler innerstädtischer Baustellen: eingeschränkte Netzanschlüsse. „Im Gegensatz zu einem Dieselgenerator verursacht PowerBoost weder Lärm noch Emissionen. Außerdem entfällt der Kraftstofftransport zur Baustelle und kann helfen, die Gesamtprojektkosten zu senken. Es ist ein ideales Produkt für eine Vielzahl von Anwendungen, einschließlich sensibler Renovierungsprojekte oder anderer Standorte mit Beschränkungen hinsichtlich Lärmbelästigung oder Luftqualität“, erklärt Remi Deporte, Produktmanager für Schnellmontagekrane bei Manitowoc. Gleichzeitig ermögliche das System den Weiterbetrieb auch bei Spannungsschwankungen im lokalen Netz.

Technische Daten und Einsatzspektrum
Technisch basiert PowerBoost auf wartungsfreien AGM-Batterien mit einer Kapazität von 16 kWh. Die Eingangsspannung liegt bei 230 V bei einem Strombereich von 10 bis 16 A, während auf der Ausgangsseite bis zu 230 V und 32 A zur Verfügung stehen. Damit kann das System typische Kranfunktionen zuverlässig unterstützen. Im Mischbetrieb mit der Baustellenstromversorgung lassen sich laut Hersteller bis zu zwei Arbeitstage Betrieb realisieren, wobei die Batterie parallel nachgeladen wird. Auch Schnellladen ist vorgesehen: Innerhalb von 2 Stunden und 15 Minuten lässt sich der Ladezustand von 50 auf 85 Prozent erhöhen.

In der Praxis eröffnet das unterschiedliche Einsatzszenarien. Wird PowerBoost ausschließlich als Energiequelle genutzt, sind etwa 50 Hebezyklen innerhalb eines Achtstundentages möglich. Alternativ kann das System gezielt für Montage, Inbetriebnahme oder Demontage eingesetzt werden – inklusive zweifacher Durchführung dieser Manöver bei einer Last. Ein weiterer Vorteil liegt im Transport: Die Einheit verbleibt am Kran und ermöglicht per Fernsteuerung sogar das Positionieren auf der Baustelle ohne externe Stromversorgung.
Erste Praxiserfahrungen im Denkmalschutz
Wird PowerBoost parallel zur lokalen Stromversorgung betrieben, entsteht ein hybrides System mit höherer Effizienz. Die Batterie puffert Lastspitzen, stabilisiert die Versorgung und reduziert den Leistungsbedarf aus dem Netz. Das kann nicht nur Kosten senken, sondern auch die Anschlussanforderungen auf der Baustelle deutlich verringern.
Ein erstes Praxisbeispiel liefert der französische Potain-Händler Valem. Dort wurde ein entsprechend ausgestatteter Igo M 24-19 für die Restaurierung historischer Stadtmauern in Charente-Maritime eingesetzt. „Diese neue Funktion des Igo M 24-19 Krans kam zum richtigen Zeitpunkt. Der Kran verfügte nicht nur über die passenden technischen Spezifikationen, sondern die Baustelle erforderte auch einen besonders leisen Betrieb. Im Gegensatz zu einem Generator erzeugt PowerBoost keinen Lärm oder keine Emissionen, benötigt keinen Kraftstofftransport und senkt die Verbrauchskosten. Es ist zweifellos die ideale Lösung für viele Renovierungsprojekte“, sagt Geschäftsführer David Coupey-Brocard.
Mit PowerBoost adressiert Potain damit klar den Trend zu emissionsarmen und gleichzeitig flexiblen Baustellenkonzepten. Gerade im urbanen Umfeld und bei Sanierungsprojekten könnte sich die Technologie als praxisnahe Alternative zu klassischen Generatorlösungen etablieren.
Ein Video von PowerBoost in Aktion finden Sie in unserer VIDEO-Galerie.
Eine pdf-Broschüre können Sie HIER downloaden.

