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Vierfacher Erfolg für Österreichs Rohstoffbranche

Petra Gradischnig und Antonis Latouros

Österreich auf Europas Bühne: Petra Gradischnig, Geschäftsführerin Forum mineralische Rohstoffe und Antonis Antoniou Latouros, Präsident Aggregates Europe, freuen sich über die Auszeichnung. Weitere Auszeichnungen gingen an Leube Zement und das Sand- und Kieswerk Lassacher. Foto: Aggregates Europe/Julie de Bellaing

Die österreichische Rohstoffbranche konnte bei den Sustainable Development Awards 2025 in Brüssel gleich vier Auszeichnungen erzielen. Unter 66 eingereichten Projekten aus 16 Ländern überzeugten Unternehmen aus Österreich mit hoher Qualität, Innovationskraft und starkem Engagement für Umwelt, Dialog und Biodiversität.

Internationale Jury würdigt Österreichs Projekte

Bei der Verleihung der Sustainable Development Awards bewertete eine internationale Jury die Einreichungen in den Kategorien Umwelt, Wirtschaft, Gesundheit und Sicherheit sowie Kommunikation. Die starke Präsenz österreichischer Projekte zeigt, wie leistungsfähig und verantwortungsbewusst die heimische Rohstoffbranche auf europäischer Bühne agiert.

Erfolgreiche Kommunikations- und Umweltprojekte

Mit einer Special Mention ausgezeichnet wurde das Kommunikationsprojekt „BürgerBeirat Gartenau – Umweltmediation: Erfolgsrezept Dialog“ der Leube Zement GmbH. Seit fast drei Jahrzehnten bietet der BürgerBeirat eine Plattform für vertrauensvollen Austausch zwischen Unternehmen und Anrainern und gilt heute als Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Dialogarbeit.

Auch das Lungauer Sand- und Kieswerk Lassacher erhielt eine Special Mention. Das Umweltprojekt „Saxicola rubetra – Ein neuer Lebensraum für das Braunkehlchen“ schafft gezielt Bruträume und fördert die Renaturierung der Mur. Das Engagement für Artenvielfalt und regionale Verantwortung überzeugte die Jury.

Doppelte Ehrung für das Forum Rohstoffe

Besonders erfolgreich war das Forum mineralische Rohstoffe. Geschäftsführerin Petra Gradischnig wurde für ihre fachlichen Leistungen und ihr Engagement auf europäischer Ebene gewürdigt. Zudem erhielt das Naturschutzprojekt „Österreichs Rohstoffbetriebe als Trittsteinbiotope“ eine weitere Special Mention in der Kategorie „Beste Initiative eines Verbands“.

Bedeutung der Awards

Die Sustainable Development Awards 2025 wurden am 26. November im Konzertsaal „La Madeleine“ in Brüssel vergeben. Von 66 Projekten wurden neun mit einer Trophäe ausgezeichnet, weitere neun erhielten eine Special Mention. Österreich war mit sechs Projekten vertreten, fünf davon waren Preisträger des nationalen Nachhaltigkeitspreises des Forums mineralische Rohstoffe.

Europas Rohstoffbranche im Überblick

In Europa arbeiten rund 15.000 Unternehmen an 26.000 Standorten und gewinnen etwa 3 Milliarden Tonnen mineralische Rohstoffe jährlich. Damit zählt die mineralische Rohstoffgewinnung zur größten nicht-energetischen Rohstoffindustrie des Kontinents. In Österreich werden jährlich rund 100 Millionen Tonnen Sand, Kies, Schotter und Naturstein benötigt, um Bauwerke, Infrastruktur und landwirtschaftliche Anwendungen zu ermöglichen. Rund 950 Sand- und Kiesgruben sowie 350 Steinbrüche sichern eine regionale, ressourcenschonende Versorgung.

Das Forum mineralische Rohstoffe

Das Forum mineralische Rohstoffe ist eine freiwillige Plattform in der Wirtschaftskammer Österreich und vertritt 111 Unternehmen aus der Sand-, Kies- und Natursteinbranche. Als zentrale Stimme der Rohstoffindustrie engagiert sich das Forum für nachhaltige Gewinnung, Biodiversität und transparenten Dialog mit Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

www.forumrohstoffe.at

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