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ZT-Kammer: Thürriedl neuer Präsident

Daniel Fügenschuh und Klaus Thürriedl

Mit einem klaren Fokus auf fachliche Breite und Unabhängigkeit übernimmt Klaus Thürriedl die Führung der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen – und positioniert den Berufsstand als zentralen Akteur für komplexe Infrastruktur- und Bauaufgaben.

Führungswechsel an der Spitze

Am 18. September 2026 wurde der Freistädter Zivilingenieur für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, BR h.c. DI Klaus Thürriedl, zum Präsidenten der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen gewählt. Er folgt damit auf DI Daniel Fügenschuh, der künftig als Vizepräsident fungiert.

Thürriedl steht nun an der Spitze von rund 10.000 Ziviltechniker:innen in Österreich. Seine langjährige Erfahrung in der Standesvertretung gilt als wesentliches Fundament für die neue Funktion. Seit 2022 war er bereits Vizepräsident der Bundeskammer, davor über zwölf Jahre Vorsitzender der Bundessektion Zivilingenieur:innen.

Praxisnahe Expertise aus dem Ingenieuralltag

Parallel zu seiner standespolitischen Tätigkeit führt Thürriedl seit 1992 ein eigenes Ziviltechnikerbüro mit Sitz in Freistadt. Der Schwerpunkt liegt in der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft – also genau jenen Bereichen, die in Zeiten von Klimawandel, Hochwasserschutz und nachhaltiger Infrastruktur zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Auch auf europäischer Ebene ist Thürriedl eng vernetzt: Als Generalsekretär des European Council of Engineers Chambers (ECEC) sowie als Präsident des European Council of the Liberal Professions (CEPLIS) bringt er internationale Perspektiven in die österreichische Standesvertretung ein.

Breites Leistungsspektrum als Stärke

Zum Amtsantritt betont Thürriedl die fachliche Vielfalt des Berufsstandes als zentralen Hebel für zukünftige Herausforderungen: „Mich erfüllt es mit Stolz, einem Berufsstand mit einer so vielfältigen Expertise als Präsident vorstehen zu dürfen. Mit der hohen Kompetenz in Bereichen wie Architektur, Bauwesen, Kreislaufwirtschaft, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Maschinenbau, Forstwirtschaft, Vermessungswesen oder Informationstechnologie bündelt unsere Kammer ein enormes Fachwissen.“

Gerade diese interdisziplinäre Kompetenz sei entscheidend, um komplexe Projekte effizient umzusetzen – von Infrastrukturmaßnahmen über Hochbauprojekte bis hin zu spezialisierten Ingenieurleistungen im Maschinen- und Anlagenbau.

Neue Rollen in der Kammerstruktur

Mit der Wahl Thürriedls kommt es auch zu weiteren personellen Weichenstellungen innerhalb der Kammer. DI Daniel Fügenschuh übernimmt die Funktion des Vizepräsidenten und bringt neben seiner Erfahrung als bisheriger Präsident auch seine aktuelle Rolle als Präsident des Architect’s Council of Europe ein.

Die Bundessektion Architekt:innen wird künftig von DI Doris Burtscher geführt, während Univ.-Prof. DI Peter Bauer den Vorsitz der Bundessektion Zivilingenieur:innen übernimmt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden DI Michael Strobl (Architekt:innen) und DI Gustav Spener (Zivilingenieur:innen) bestellt.

Mit diesem Team setzt die ZT-Kammer auf eine Kombination aus praktischer Projekterfahrung, standespolitischer Kontinuität und internationaler Vernetzung – Faktoren, die insbesondere für die Umsetzung anspruchsvoller Bau- und Infrastrukturprojekte in Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Foto: Präsident Klaus Thürriedl (rechts) und Vizepräsident Daniel Fügenschuh (links). Foto: Bundeskammer ZT/Sebastian Siegel

www.arching.at

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