Die Energiesparmesse 2027 in Wels rückt näher zusammen, was in der Praxis längst zusammengehört: Haustechnik, Energie und Mobilität werden als Gesamtsystem gedacht. Für Fachbetriebe bedeutet das mehr Schnittstellen – und genau dort setzt das neue Hallenkonzept an. Vom 3. bis 7. März 2027 zeigt die Messe konkrete Lösungen für vernetzte Gebäude.
Neue Hallenstruktur für vernetzte Technik
Mit der Neuordnung der Hallen reagiert die Messe auf die zunehmende Integration von Wärme- und Kälteproduktion, Photovoltaik, Speicherlösungen, Lüftung, Elektrotechnik und Ladeinfrastruktur. „Die Gebäudetechnik wird immer vernetzter“, erklärt Robert Schneider, Geschäftsführer der Messe Wels. „Mit dem neuen Hallenkonzept wollen wir genau diese Entwicklung sichtbar und erlebbar machen.“
Die Halle 22 bleibt das Zentrum für Bauen und Sanieren und wird ab dem Baugewerbetag auch zur Bühne für Fachvorträge. Heiz- und Energietechnik konzentrieren sich in den Hallen 20 und 21. In Halle 20 sind zusätzlich der dreitägige Fachmessebereich sowie die E-Car-Days angesiedelt. Die neue Struktur bringt bislang getrennte Bereiche näher zusammen und erleichtert den direkten Vergleich kompletter Systeme.
Praxis: Gebäude als Energiesystem
Die Messe folgt damit einer Entwicklung, die in der Baupraxis längst Realität ist. Gebäude erzeugen, speichern und verbrauchen Energie und stellen diese zunehmend auch für Mobilität bereit. Für SHK-, Elektro- und Gebäudetechnikbetriebe entstehen daraus neue Anforderungen an Planung, Schnittstellen und Ausführung.

„Der Fachbesucher soll bei uns nicht nur einzelne Produkte finden, sondern technische Zusammenhänge und komplette Lösungen vergleichen können“, so Schneider. Genau diese gewerkeübergreifende Perspektive wird mit der neuen Hallenstruktur gezielt gestärkt.
Fokus Raumluft und Wärmepumpe
Ein Schwerpunkt bleibt das „Kompetenzzentrum Wärmepumpe“, das gemeinsam mit dem Verband Wärmepumpe Austria umgesetzt und weiter ausgebaut wird. Neu hinzu kommt das „Kompetenzzentrum Komfortlüftung“, das in Kooperation mit dem Verband Komfortlüftung Austria realisiert wird.
Mehrere Hersteller haben ihre Teilnahme bereits fixiert, darunter Helios, Nilan, J. Pichler, Pluggit und Stiebel Eltron. Parallel dazu wächst der VIZ-Partnerstand, an dem Unternehmen wie Eder-Spirotech, Grundfos, Hajdu, Innotec, Kessel, Pentair Jung Pumpen, Pipelife, Rehau, Resideo, Schell, Gebe-Strebel und Xylem vertreten sind. Für Fachbesucher entsteht damit ein zentraler Anlaufpunkt für den direkten Vergleich und Austausch.
Branchentreff mit neuen Formaten
Die Energiesparmesse positioniert sich 2027 noch stärker als Treffpunkt für alle beteiligten Gewerke. In Wels treffen SHK- und Gebäudetechnik auf Energie- und Elektrotechnik sowie auf Bauunternehmen, Planer und Entscheider.

Neu ist ein großer Branchenabend in Halle 19, der gezielt den persönlichen Austausch fördern soll. „Je digitaler Information und Planung werden, desto wichtiger bleibt der direkte Kontakt“, betont Schneider. Ergänzend wird erstmals ein Fachbesucher-Hotel-Package mit Shuttle-Service angeboten, um den Messebesuch effizienter zu gestalten.
Relevanz statt Größe
Der Anspruch der Messe geht über reine Besucherzahlen hinaus. Im Fokus stehen Qualität der Kontakte, konkrete Geschäftsanbahnungen und eine klare Orientierung für Fachbesucher. „Wir wollen die Energiesparmesse nicht einfach größer machen. Wir wollen sie relevanter machen“, sagt Schneider.
Die Anmeldung für Aussteller läuft bereits, der offizielle Anmeldeschluss ist der 15. Oktober 2026. Für Fachbesucher bietet die Messe 2027 damit eine strukturierte Plattform, um vernetzte Gebäudetechnik als Gesamtsystem zu erleben und Lösungen für zukünftige Anforderungen im Bau- und Energiesektor zu vergleichen.
Fotos: Messe Wels, Roland Pelz

