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Baublatt-Auszeichnungen für Bestleistungen

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Ende Jänner versammelte sich die heimische Baumaschinenbranche erneut auf der Burg Perchtoldsdorf zum traditionellen Branchentreff von Baublatt.Österreich. In einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld mit steigenden Kosten und verhaltener Investitionsbereitschaft standen Innovationskraft, technische Weiterentwicklung und Zukunftsperspektiven im Mittelpunkt. Der Branchentreff bot eine Plattform für Austausch, Orientierung und neue Impulse innerhalb der Bau- und Rohstoffindustrie.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der vier traditionellen Branchenauszeichnungen. Prämiert wurden Winkelbauer für das Schnellwechselsystem pinkquick als „Anbaugerät des Jahres“, Wimmer Felstechnik für die Bohr- und Spalteinheit WIDA AB C20 T-4 als „Innovation des Jahres“ sowie Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH für den Mobilkran LTM 1110-5.2 als „Baumaschine des Jahres“. Mit dem „Goldenen Spaten“ wurde zudem Josef Pappenreiter für seine langjährigen Verdienste um die technische Entwicklung und Modernisierung des Erzberg-Bergbaus ausgezeichnet.

Alle Preisträger mit Baublatt Herausgeber und CXhefredakteur
Die Preisträger in den vier Kategorien (von rechts): Karl Englert (Herausgeber Baublatt.Österreich), Michael Kloiber und Geschäftsführer Andreas Wimmer (beide Firma Wimmer Felstechnik Gesellschaft m.b.H.; „Innovation des Jahres“), Johann Kreuzberger (Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH; „Baumaschine des Jahres“), DI Josef Pappenreiter (VA Erzberg GmbH, „Goldener Spaten“), Geschäftsführer Michael Winkelbauer (Winkelbauer GmbH; „Anbaugerät des Jahres“) und Alexander Riell (Chefredakteur Baublatt.Österreich).

„Anbaugeräte des Jahres“: Winkelbauer pinkquick Schnellwechselsystem

Winkelbauer erhält die Auszeichnung „Anbaugerät des Jahres“ für das Schnellwechselsystem pinkquick. Das vollhydraulische System kombiniert Hydraulik und Elektrik in einer integrierten Lösung und setzt neue Standards bei Sicherheit, Effizienz und Kompatibilität.

pinkquick ist ein Schnellwechselsystem der nächsten Generation für Baumaschinen von 3,5 bis 18 Tonnen. Es verfügt über eine vollintegrierte Elektrik als Basis für MIC 4.0 und ist mit allen gängigen Anbaugeräten sowie Schnellwechslersystemen kombinierbar. Die offene, markenübergreifende Architektur ermöglicht flexible Einsatzszenarien ohne Systembindung.

Das System bietet fünf Hydraulikanschlüsse mit hoher Durchflussleistung. Verriegelung und hydraulischer Kupplungsvorgang erfolgen simultan und mit geringer mechanischer Belastung. Im Vergleich zu marktüblichen Systemen wird eine bis zu 50 % höhere Durchflussleistung erreicht.

Die front-pin-lock Fallsicherung erfüllt aktuelle Sicherheitsnormen. pinkquick ist robust, wartungsarm und benötigt keine zusätzlichen Schmierstellen. Bestehende Werkzeuge können weiterverwendet werden, was Ressourcen schont und Investitionskosten reduziert.

Das Schnellwechselsystem steht für Prozessoptimierung auf der Baustelle, erhöhte Arbeitssicherheit und nachhaltige Nutzung von Baumaschinen und Anbaugeräten.

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www.winkelbauer.com

„Innovation des Jahres“: Wimmer WIDA AB C20 T-4 Bohr- und Spalteinheit

Wimmer Felstechnik erhält die Auszeichnung „Innovation des Jahres“ für die Bohr- und Spalteinheit WIDA AB C20 T-4. Das Anbaugerät kombiniert Bohren und hydraulisches Spalten in einer kompakten Systemlösung und erweitert die Einsatzmöglichkeiten in der Bohr- und Felstechnik.

Die WIDA AB C20 T-4 ist eine leistungsstarke Bohr- und Spalteinheit für den Einsatz an Standardbaggern ab der 15-Tonnen-Klasse. Mit einem Gesamtgewicht von 1.730 kg ist das System gewichtsoptimiert und ermöglicht eine einfache Integration in bestehende Maschinenkonfigurationen. Die Kombination aus Bohrtechnik und integrierter Spaltfunktion reduziert Rüstzeiten und steigert die Prozess­effizienz auf der Baustelle.

Das System basiert auf der Bohrtechnologie von Wimmer und integriert einen hydraulischen Spaltzylinder des Partners DARDA. Mit einer Spaltkraft von bis zu 1.800 Tonnen ermöglicht die Einheit das kontrollierte und effiziente Aufbrechen selbst hochfester Gesteinsformationen.

In Verbindung mit einem leistungsstarken Bohrhammer bietet die WIDA AB C20 T-4 eine präzise, sichere und wirtschaftliche Lösung für Anwendungen in Steinbruch, Tunnelbau und Spezialtiefbau. Die Kombination mehrerer Arbeitsschritte in einem Anbaugerät reduziert Maschinenwechsel, minimiert Stillstandzeiten und optimiert den Gesamtprozess im Materialabtrag.

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www.wimmer.info

„Baumaschine des Jahres“: Liebherr Mobilkran LTM 1110-5.2

Liebherr erhält die Auszeichnung „Baumaschine des Jahres“ für den Mobilkran LTM 1110-5.2. Der 5-Achs-All-Terrain-Kran steht für leistungsstarke Hubtechnik und kombiniert bewährte Konstruktion mit umfassenden technologischen Neuerungen.

Im Fokus stehen drei zentrale Innovationen: die neue Kransteuerung, ein überarbeitetes Fahrerhaus und ein modernes Getriebekonzept. Der LTM 1110-5.2 verfügt erstmals über die dritte Generation der Liebherr-Steuerung LICCON3 (Liebherr Computed Control). Die Steuerung basiert auf neuer Softwarearchitektur, schneller Datenbus-Technologie, erhöhter Rechenleistung und erweitertem Speicher. Verbesserte Sicherheitstools unterstützen präzise und effiziente Hubvorgänge.

Das neu entwickelte Fahrerhaus bietet optimierte Ergonomie, modernes Design und erweiterte LED-Beleuchtungspakete. Zudem ist das neue Krandesign auf Telemetrie und Flottenmanagement vorbereitet und schafft die technologische Grundlage für die Weiterentwicklung der All-Terrain-Baureihe.

Ein weiteres technisches Highlight ist das TraXon DynamicPerform-Getriebe von ZF Friedrichshafen AG. Die ölgekühlte Lamellenkupplung ermöglicht verschleißarmen Anfahrkomfort und hohe Betriebssicherheit.

Der LTM 1110-5.2 setzt damit Maßstäbe bei Sicherheit, Bedienkomfort und digitaler Integration im Bereich moderner Mobilkrane.

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www.liebherr.com

„Goldener Spaten“ für DI Josef Pappenreiter

Josef Pappenreiter prägte über mehr als drei Jahrzehnte die technische Entwicklung am steirischen Erzberg maßgeblich. Nach seinem Studium des Bergwesens an der Montanuniversität Leoben begann er 1984 seine Tätigkeit bei der VA Erzberg GmbH und übernahm ab 2008 als technischer Geschäftsführer die Verantwortung für Produktion, Technik und Tourismus.

Zu den zentralen Erfolgen zählen die Einführung neuer Abbauverfahren zur langfristigen Sicherung der Erzförderung sowie die Entwicklung montantechnischer Dienstleistungen zu einem wirtschaftlich eigenständigen Geschäftsfeld. Die Produktivität im Tagebau konnte deutlich gesteigert werden, von 3.800 Tonnen Erz je Mitarbeiter und Jahr (1990) auf über 15.000 Tonnen (2010).

Ab 2012 wurden umfassende Modernisierungsprojekte umgesetzt, darunter ein vollmechanisiertes Feinerzlager, eine leistungsfähige Feinkornaufbereitung sowie die Elektrifizierung der Schwerlastförderung mit einem weltweit einzigartigen Trolley-System. Diese Maßnahmen verbesserten Effizienz, Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit im Bergbaubetrieb.

Zusätzlich wurde die Forschungskooperation mit der Montanuniversität Leoben intensiviert und der Erzberg als international bedeutender Forschungs- und Technologiestandort etabliert. Parallel entwickelte sich der Standort zu einem bedeutenden Industrie- und Tourismuszentrum, das zur gesellschaftlichen Akzeptanz des modernen Bergbaus beiträgt.

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www.vaerzberg.at

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