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Baumit 2025: Stabilität trotz Marktdruck

Baumit Pressekonferenz Bursik Ofenschiessl Stickler

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 4. Februar 2026 präsentierten (von links) Rudolf Ofenschiessl (Verkaufsleitung Baumit GmbH), Georg Bursik (Geschäftsleitung Baumit GmbH) und Roman Stickler (Marketingleitung Baumit Group) die Entwicklung von Baumit sowie zentrale Themen und Perspektiven für die Bauwirtschaft. Foto: Baumit/APA-Fotoservice/Krisztian Juhasz

Das Jahr 2025 war für die österreichische Bauwirtschaft weiterhin von einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Der Neubau blieb deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf. Gleichzeitig war die Preissensibilität außergewöhnlich hoch. Baumit, Österreichs führender Baustoffproduzent für Fassaden, Putze und Estriche, konnte dennoch Stabilität bewahren und gezielt Marktimpulse setzen. Besonders relevant waren dabei jene Bereiche, die für die Zukunft der Branche entscheidend sind.

Umsatz stabil – Investitionen auf hohem Niveau

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hielt Baumit Österreich den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf Vorjahresniveau. Er lag bei 290 Millionen Euro (2024: 287 Millionen Euro).

Parallel dazu investierte das Unternehmen konsequent weiter. Insgesamt flossen 24 Millionen Euro in Standorte, Anlagen und Zukunftsthemen – ein Plus von rund 30 Prozent. Im Fokus standen Effizienzsteigerungen, Automatisierung sowie Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs in der Produktion.

„2025 war für die gesamte Bauwirtschaft ein hartes Jahr. Umso wichtiger war es, konsequent Kurs zu halten und auf Effizienz und zukunftsrelevante Themen zu setzen“, zieht Georg Bursik Bilanz. Der Erfolg sei vor allem dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der verlässlichen Geschäftspartner zu verdanken.

Verkauf: Sanierung und WDVS als Wachstumstreiber

Im Vertrieb erwiesen sich insbesondere der Sanierungsbereich und bewährte Systemlösungen als tragende Säulen. Themen wie WDVS, KlebeAnker und Sanierung entwickelten sich zu klaren Erfolgsfaktoren.

Sie ermöglichten es, Verarbeiter gezielt anzusprechen und Effizienz, Verarbeitungssicherheit sowie Qualität in den Mittelpunkt zu stellen. Vor allem im WDVS-Bereich konnten durch optimierte Systeme und praxisnahe Schulungen spürbare Marktimpulse gesetzt werden – ein wichtiger Beitrag in einem insgesamt unter Druck stehenden Markt.

Spezialtiefbau entwickelt sich besser als erwartet

Positiv entwickelte sich 2025 auch die Sparte Spezialtiefbau. Nach einem schwachen Vorjahr konnten die Absatzmengen wieder gesteigert werden. Das Geschäft verlief damit deutlich besser als ursprünglich erwartet und trug wesentlich zur Stabilisierung des Gesamtumsatzes bei.

Nachhaltigkeit: Messbare Fortschritte trotz Marktdruck

Nachhaltigkeit bleibt auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein zentrales Thema für Baumit. Durch den verstärkten Einsatz von Recyclingmaterialien, neue Verfahren in der Bindemittelproduktion und den Ausbau energieeffizienter Prozesse wurden messbare Fortschritte erzielt.

Das Nachhaltigkeitsdach GO2morrow steht für ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung. Es geht dabei bewusst über das Produkt hinaus. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft.

Lehrwerkstätte: Ausbildung mit Vorbildwirkung

Die Baumit Lehrwerkstätte blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr zurück. Fünf Landessieger bei den niederösterreichischen Lehrlingswettbewerben, die Ausbilder-Trophy 2025 sowie der Sonderpreis „Integration in Österreich“ unterstreichen die hohe Ausbildungsqualität.

Programme wie „Lehre mit Matura“ sind fixer Bestandteil der Ausbildungsstrategie. Aktuell werden 27 Burschen und vier Mädchen ausgebildet. Rund ein Drittel aller Baumit Lehrlinge absolviert mittlerweile die Lehre mit Matura.

Energieeffizienz und alternative Brennstoffe

Auch bei der Energieeffizienz erzielte Baumit 2025 weitere Fortschritte. Im Kalkwerk wird der Einsatz biogener Brennstoffe kontinuierlich erhöht. Das Zementwerk kann bereits heute über längere Zeiträume zu 100 Prozent mit Ersatzbrennstoffen betrieben werden. Das reduziert den Einsatz fossiler Energieträger deutlich.

Investitionen: Klare Ausrichtung auf die Zukunft

Insgesamt investierte Baumit 2025 24 Millionen Euro in Anlagenprojekte und Infrastruktur. Das größte Einzelprojekt ist der Austausch der Rohmehlmühle im Zementwerk, der im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll.

Zusätzlich wurden gezielte Investitionen an den Standorten Peggau, Wietersdorf und Bad Ischl umgesetzt. Ziel ist es, Effizienz, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit weiter zu stärken.

Ausblick 2026: Marke, Systeme und industrielle Lösungen

Mit 2026 startet Baumit einen umfassenden Markenrelaunch. Ein modernes Kommunikationskonzept stellt partnerschaftliche Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Zentrales Gestaltungselement ist ein eng mit dem Logo verbundenes rotes Quadrat.

Parallel dazu setzt Baumit weiterhin auf zielgruppenspezifische Produkt- und Serviceangebote. Automatisierung, Maschinentechnik und Systemlösungen sollen Bauprozesse einfacher, schneller und sicherer machen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Mensch, Produkt und Maschine – insbesondere im Fassadenbereich.

Fazit

Thermische Sanierung, systemische Bauweisen und verlässliche Rahmenbedingungen sind zentrale Hebel für wirtschaftliche Stabilität, Klimaschutz und leistbares Bauen. „Effizientes Bauen ist möglich und notwendig – wenn jetzt die richtigen Prioritäten gesetzt werden“, fasst Georg Bursik zusammen.

www.baumit.at

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