Die NÖM AG treibt ihre Logistikstrategie mit einem hochautomatisierten Hochregallager am Standort Niederösterreich entscheidend voran. Gemeinsam mit der voestalpine Krems Finaltechnik entsteht ein infrastrukturelles Schlüsselprojekt, das weit über eine klassische Lagererweiterung hinausgeht. Für die Lebensmittelbranche bedeutet das: höhere Liefersicherheit, kürzere Durchlaufzeiten und eine klar digitalisierte Prozesskette.
Automatisierte Logistik als strategisches Fundament
Das neue Versandlager wird direkt an das bestehende Werk angebunden und bildet künftig das zentrale logistische Rückgrat der NÖM AG. Der Fokus liegt auf maximaler Automatisierung, präziser Steuerung und hoher Skalierbarkeit – entscheidende Faktoren in einem Marktumfeld mit steigenden Bestellvolumina und wachsenden Anforderungen an Verfügbarkeit.

„Dieses Projekt ist weit mehr als eine bauliche Investition, es ist ein strategisches Fundament für die kommenden Jahrzehnte“, betont KommR Ing. Josef Simon, Vorstand für Produktion und Technik der NÖM AG. „Wir schaffen damit ein vollautomatisiertes, hocheffizientes logistisches Rückgrat, das unsere Lieferfähigkeit stärkt.“
Technologisch setzt das Hochregallager auf ein mehrstöckiges, automatisiertes System mit enger Verzahnung von Lagertechnik, Softwaresteuerung und Fördertechnik. Die Planung und Umsetzung erfolgen in enger Abstimmung mit der voestalpine Krems Finaltechnik, die als erfahrener Partner für komplexe Stahl- und Lagerlösungen fungiert.
Nachhaltigkeit durch intelligente Systeme
Ein wesentlicher Treiber des Projekts ist die nachhaltige Optimierung der gesamten Logistikprozesse. Durch die direkte Anbindung an das Werk werden künftig über 10.000 LKW-Fahrten pro Jahr vermieden. Parallel dazu sorgt eine KI-gestützte Energieoptimierung für signifikante Einsparungen im Betrieb.
Laut NÖM können dadurch bis zu 1.400 Tonnen CO₂ jährlich eingespart werden. Ergänzend wurde bei der Standortwahl bewusst auf bereits genutzte Flächen gesetzt, um zusätzliche Bodenversiegelung zu vermeiden. Damit verbindet das Projekt Effizienzsteigerung mit ökologischer Verantwortung auf industriellem Niveau.
Präzision im Zusammenspiel der Gewerke
Die technische Umsetzung des Hochregallagers erfordert ein präzises Zusammenspiel zahlreicher Disziplinen – von Stahlbau und Fördertechnik über Kühl- und Energieplanung bis hin zu Automatisierung und Softwareintegration. Besonders bei einem vollautomatisierten System dieser Größenordnung ist die Abstimmung entscheidend für einen reibungslosen Betrieb.

Mag. Christoph Posawetz, Projektleiter Logistik der Frischlogistik & Handel GmbH, hebt hervor: „Die Präzision des mehrstöckigen Regallagersystems ist entscheidend für den reibungslosen Betrieb eines vollautomatischen Lagers dieser Dimension.“
Auch äußere Faktoren wie Witterungseinflüsse stellten Anforderungen an die Montageprozesse. Dennoch konnte die Umsetzung durch strukturierte Planung und koordinierte Abläufe effizient realisiert werden.
Referenzprojekt für industrielle Lagertechnik
Für die voestalpine Krems Finaltechnik ist das Projekt ein weiterer Beleg für ihre Kompetenz im Bereich moderner Lager- und Stahlbaukonzepte. Das Hochregallager dient darüber hinaus als internationale Best-Practice-Case-Study innerhalb des Konzerns.
„Wir setzen mit unserer Fertigungskompetenz einmal mehr modernste Standards im Bereich vollautomatisierter Lagertechnik unter optimaler Raumausnutzung um“, erklärt Carola Richter, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiterin der Metal Forming Division. „Besonders freut es uns, dass wir eine maßgeschneiderte Lösung für einen niederösterreichischen Traditionsbetrieb realisieren konnten.“
Signalwirkung für den Wirtschaftsstandort
Mit dem Hochregallager unterstreichen NÖM und voestalpine die Bedeutung regionaler Wertschöpfung und industrieller Innovationskraft. Das Projekt zeigt, wie durch die Kombination aus Automatisierung, nachhaltiger Planung und lokaler Zusammenarbeit leistungsfähige Infrastrukturen entstehen können.
Für die Baumaschinen- und Industriezulieferbranche ist das Projekt auch ein Beispiel dafür, wie sich Logistik- und Produktionsprozesse zunehmend in Richtung hochautomatisierter, datengetriebener Systeme entwickeln – mit klaren Anforderungen an Präzision, Integration und Energieeffizienz.

