Ein mobiler Batteriespeicher von Liebherr versorgte ein Filmset im Ruhrgebiet an 33 Drehtagen mit Strom. Sally Forth Cinema sparte damit gegenüber einem Dieselgenerator rund 1.314 Liter Kraftstoff und 3,5 Tonnen CO₂.
Stromversorgung für das gesamte Filmset
Bei den Dreharbeiten einer neuen ARD-/WDR-Serie setzte Sally Forth Cinema erstmals auf den mobilen Energiespeicher Liduro Power Port (LPO 100) von Liebherr. Das System versorgte das Basiscamp während 33 Drehtagen zuverlässig mit elektrischer Energie. Dazu gehörten Produktionsbüros, Garderoben, Catering, Kühltechnik und Klimatisierung.

Der Einsatz zeigt, dass mobile Batteriespeicher nicht nur auf Baustellen, sondern auch bei Film- und Fernsehproduktionen eine Alternative zu Dieselgeneratoren bieten. Besonders in Wohngebieten, Innenstädten und sensiblen Naturräumen sind ein niedriger Geräuschpegel und geringe lokale Emissionen wichtige Vorteile.
2.486 kWh Energie bereitgestellt
Während des Projekteinsatzes war der LPO 100 insgesamt 657 Stunden in Betrieb. In dieser Zeit stellte er 2.486,4 kWh elektrische Energie bereit. Laut Vergleichsrechnung hätte ein konventioneller Dieselgenerator mit 30 kVA für dieselbe Anwendung rund 1.314 Liter Diesel verbraucht. Daraus ergibt sich eine Einsparung von etwa 3,5 Tonnen direkten CO₂-Emissionen. Auch die Energiekosten sanken laut Liebherr um rund 1.488 Euro.

Der Batteriespeicher verfügt über eine Brutto-Energiekapazität von 94 kWh und eine Dauerleistung von 55 kVA. Kurzzeitig kann er Lastspitzen bis 110 kVA abdecken. Über 230- und 400-Volt-Anschlüsse lassen sich unterschiedliche Verbraucher gleichzeitig versorgen.
„Filmproduktionen zeigen exemplarisch, wie vielfältig mobile Energiespeicher heute eingesetzt werden können“, sagt Fabian Zell, Produktmanager für Energiespeicher und -systeme bei der Liebherr-Electronics and Drives GmbH. Der Einsatz am Filmset bestätige, dass die Systeme auch bei Veranstaltungen und Infrastrukturprojekten einen Mehrwert bieten können.
Leise Energieversorgung am Set
Ein wesentlicher Vorteil des LPO 100 ist sein leiser Betrieb. Anders als ein Dieselgenerator verursacht der Batteriespeicher keine typischen Motorengeräusche. Das erleichtert den Einsatz bei sensiblen Drehorten und nächtlichen Aufnahmen. Zudem entfallen während des Betriebs Betankungsvorgänge und lokale Abgasemissionen.

Holger Kunze, erster Aufnahmeleiter bei Sally Forth Cinema, hebt vor allem die Zuverlässigkeit und einfache Handhabung hervor: „Unser ganzes Basiscamp wurde über den gesamten Drehzeitraum zuverlässig mit Strom versorgt.“ Besonders überzeugt hätten ihn die hohe Flexibilität und der nahezu geräuschlose Betrieb. Er beschreibt das System als „große mobile Powerbank für eine komplette Filmproduktion“.
Mobile Speicher flexibel anmieten
Nachhaltigkeit gewinnt bei Film- und Fernsehproduktionen zunehmend an Bedeutung. Sender, Förderinstitutionen und Produktionsgesellschaften setzen verstärkt auf Green-Production-Standards, um den CO₂-Fußabdruck ihrer Projekte zu verringern.
Der LPO 100 kann über das Netzwerk der Liebherr-Mietservice-Partner flexibel angemietet werden. Eine dauerhafte Anschaffung ist damit nicht erforderlich. Der Projekteinsatz von Sally Forth Cinema zeigt, wie mobile Batteriespeicher die temporäre Stromversorgung von Filmsets unterstützen und den Einsatz konventioneller Dieselgeneratoren reduzieren können.
