18 Stunden Präzisionsarbeit unter Wettbewerbsbedingungen: Lukas Nopp von Priesner Bau aus Ottensheim hat den Bundeswettbewerb der Hochbauer 2026 in Graz gewonnen und sich damit den Staatsmeistertitel gesichert. Mit Samuel Landl von Wimberger Bau auf Platz vier schaffte es ein weiterer Oberösterreicher ins Spitzenfeld der 21 Teilnehmer aus ganz Österreich.

Von 20. bis 22. Oktober 2026 traten die besten Nachwuchshochbauer Österreichs am Grazer Hauptplatz gegeneinander an. Der alle zwei Jahre ausgetragene Bundeswettbewerb wurde von der BAUAkademie Steiermark organisiert. Die Siegerehrung fand am 22. Oktober in der Alten Universität Graz statt.
18 Stunden für anspruchsvolle Mauerwerke
Die 21 Teilnehmer aus allen neun Bundesländern mussten innerhalb von drei Tagen anspruchsvolle Mauerwerke errichten. Dafür standen ihnen insgesamt 18 Arbeitsstunden zur Verfügung.

Eine zwölfköpfige Fachjury aus Vertretern der Bundesländer und der Bauindustrie bewertete die Arbeiten anhand von Technik, Maßhaltigkeit und Ausführungsqualität. Mehrere Zwischen- und Endwertungen entschieden über die Platzierungen.
Der Wettbewerb fand öffentlich in einem Zelt am Grazer Hauptplatz statt. Besucher konnten die Arbeiten direkt verfolgen, zusätzlich wurden sie live auf eine Videowall übertragen.
Teilnahmeberechtigt waren Nachwuchsfachkräfte bis 22 Jahre, die ihre Lehrabschlussprüfung im Wettbewerbsjahr oder im Vorjahr abgelegt hatten.
Gezielte Vorbereitung an der BAUAkademie OÖ
Lukas Nopp hatte bereits den oberösterreichischen Landeswettbewerb der Hochbauer 2026 in Lachstatt gewonnen. Gemeinsam mit Samuel Landl qualifizierte er sich nach einer Sichtung der Bestplatzierten aus den Jahren 2025 und 2026 für den Bundeswettbewerb.
Die Vorbereitung übernahm das Trainerteam der BAUAkademie OÖ unter der Leitung von Patrick Haider. Neben handwerklicher Präzision war insbesondere die Fähigkeit gefragt, auch unter Zeitdruck fehlerfrei zu arbeiten.

„Lukas Nopp und Samuel Landl haben in Graz ihr fachliches Können bewiesen. Und sie hatten die Coolness, unter Zeitdruck und vor Publikum genau dann abzuliefern, wenn es darauf ankommt“, erklärt Harald Kopececk, Geschäftsführer der BAUAkademie BWZ OÖ.
Dass gleich zwei Oberösterreicher unter den besten vier Hochbauern Österreichs landeten, sei auch ein Erfolg der Lehrbetriebe und der gezielten Wettbewerbsvorbereitung.
Zwei Lehrbetriebe mit Ausbildungstradition
Staatsmeister Lukas Nopp absolviert seine Ausbildung bei der Priesner Bau GmbH in Ottensheim. Das seit 1877 bestehende Unternehmen bildet regelmäßig Lehrlinge im Hochbau und Betonbau aus.
Der Viertplatzierte Samuel Landl kommt von der Wimberger Bau GmbH in Lasberg. Das 1983 gegründete Unternehmen ist Teil der Wimberger Gruppe und zählt zu den bedeutenden Lehrlingsausbildern im Mühlviertel.

„Dieser Erfolg zeigt, welches Niveau die Lehrlingsausbildung am Bau in Oberösterreich hat“, betont Norbert Hartl, Präsident der BAUAkademie BWZ OÖ. Entscheidend sei das Zusammenspiel zwischen der praktischen Ausbildung in den Betrieben und der fachlichen Vertiefung an der BAUAkademie.
Der Bundeswettbewerb macht damit nicht nur die Leistungen einzelner Nachwuchsfachkräfte sichtbar, sondern unterstreicht auch die Bedeutung einer qualifizierten Fachkräfteausbildung für die österreichische Bauwirtschaft.
