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OWA: Geothermiebohrungen abgeschlossen

Otto Wagner Areal Luftbild

Die Geothermiearbeiten am Otto Wagner Areal (OWA) in Wien sind planmäßig abgeschlossen worden – ein zentraler Schritt für die künftige klimaneutrale Energieversorgung des historischen Areals. Nach mehreren Monaten intensiver Bohrarbeiten wurden im Juli 2026 insgesamt rund 430 Tiefensonden erfolgreich in den Untergrund eingebracht. Damit rückt die lokale Versorgung mit erneuerbarer Wärme und Kälte deutlich näher.

Die Arbeiten markieren einen wichtigen Meilenstein in der energie- und stadtentwicklungspolitischen Transformation des Areals, das von der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung entwickelt wird.

430 Geothermiebohrungen abgeschlossen

Im Rahmen des Projekts wurden rund 430 Bohrungen durchgeführt, um die Sonden für die geothermische Nutzung tief im Untergrund zu verankern. Nach Abschluss der Bohrphase wurden sämtliche Bohrstellen fachgerecht verschlossen und die temporär beanspruchten Flächen wiederhergestellt.

Die technische Umsetzung der Gesamtanlage wird in den kommenden Projektphasen weitergeführt. Im Zentrum steht dabei die Kombination aus Tiefensonden und Wärmepumpentechnologie, die künftig sowohl Heizung als auch Kühlung für große Teile des Areals ermöglichen soll.

Rücksicht auf Denkmal und Bestand

Das Projektgebiet stellt mit seinem denkmalgeschützten Jugendstilensemble besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Die Arbeiten erfolgten daher unter enger Berücksichtigung des historischen Bestands, des sensiblen Grünraums sowie der Anrainerstruktur.

Otto Wagner Areal

„Der erfolgreiche Abschluss der Geothermiebohrungen ist ein starkes Signal für die nachhaltige Weiterentwicklung des Otto Wagner Areals. Hier verbinden wir den verantwortungsvollen Umgang mit einem einzigartigen historischen Standort mit innovativer und klimafreundlicher Energieversorgung“, erklärt Oliver Stribl, Direktor der Wien Holding.

Auch die Projektleitung hebt die Balance zwischen technischer Umsetzung und Schutz des Areals hervor: „Mit dem Abschluss der Bohrarbeiten haben wir einen technisch anspruchsvollen und für die Zukunft des Areals entscheidenden Projektschritt erfolgreich bewältigt“, so Manuela Moser-Ritzinger und Heribert Fruhauf, Geschäftsführung des Otto Wagner Areals.

Wiederbegrünung im Herbst geplant

Die endgültige Wiederbegrünung der beanspruchten Flächen ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Aufgrund der aktuellen sommerlichen Witterung mit hohen Temperaturen und längeren Trockenperioden wären die Bedingungen für eine nachhaltige Ansaat derzeit ungünstig.

Der spätere Zeitpunkt soll eine stabile und gleichmäßige Entwicklung der Vegetation sicherstellen und die Flächen dauerhaft in das Landschaftsbild des Areals integrieren.

Energieversorgung für ein klimaneutrales Stadtquartier

Die künftige Energieversorgung des Otto Wagner Areals basiert auf einem Zusammenspiel aus Geothermie und Wärmepumpentechnologie. Durch die Nutzung der konstanten Temperaturen im Untergrund kann der Energiebedarf für Heizung und Kühlung deutlich effizienter gedeckt werden als mit fossilen Systemen.

In Kombination mit Photovoltaikanlagen auf den Pavillondächern entsteht ein hoher Anteil erneuerbarer Energie, der nicht nur Emissionen reduziert, sondern auch langfristig stabilere Energiekosten ermöglicht. Das Projekt leistet damit einen direkten Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Wien und stärkt gleichzeitig die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Areals.

Ein Kurzvideo zu den Arbeiten ist hier abrufbar:
Kurzvideo Geothermiearbeiten Otto Wagner Areal

www.owa-wien.at

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