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Porr wächst: Aufträge und Ergebnis steigen

Imagebild Beton

Die Porr AG startet mit Rückenwind ins zweite Halbjahr 2026. Ein hoher Auftragsbestand sichert die Auslastung langfristig, während das Ergebnis deutlich zulegt. Trotz witterungsbedingter Effekte im Hochbau zeigt sich vor allem der Tiefbau robust – getragen von Infrastrukturinvestitionen und Energiewende-Projekten.

Hoher Auftragsbestand sichert Auslastung

Mit einem Auftragsbestand von 9,839 Mrd. Euro zur Jahresmitte 2026 hat sich die Porr ihre Kapazitäten für rund eineinhalb Jahre gesichert. CEO Karl-Heinz Strauss betont: „Das erste Halbjahr 2026 war für die Porr ein äußerst dynamisches. Wir konnten uns über eine Reihe von bedeutenden Neuaufträgen freuen, die zeigen, wie breit wir mit unserem Portfolio in allen Heimmärkten aufgestellt sind.“

Porr Halbjahresbericht Cover
Der Halbjahresbericht 2026 steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Zu den größten Projekten zählt ein 13 Kilometer langer Abschnitt der Westumfahrung von Szczecin in Polen. Im Hochbau realisiert die Porr in Erfurt eine Chipfabrik für das Projekt Fab4Micro – ein Auftrag, der insbesondere die Kompetenz im Reinraumbau unterstreicht. In Österreich kamen Projekte wie der Neubau der Psychiatrie in der Klinik Favoriten und die Wohnanlage „Lil-y am See“ hinzu.

Tiefbau stabil, Hochbau wetterbedingt verzögert

Die Produktionsleistung lag im ersten Halbjahr bei 3,167 Mrd. Euro und damit auf Vorjahresniveau. Während der Hochbau aufgrund eines starken Winters verzögert in die Saison startete, entwickelte sich der Tiefbau deutlich positiv. Der Umsatz ging leicht um 1,1 % auf 2,925 Mrd. Euro zurück, was primär auf die Witterungseinflüsse zurückzuführen ist.

Gleichzeitig bleibt die Pipeline gut gefüllt. Mehrere Großprojekte befanden sich zum Stichtag in finalen Vergabephasen. Allein in Deutschland standen Hochbauprojekte im Umfang von rund 400 Mio. Euro zur Entscheidung, wovon bereits etwa 200 Mio. Euro im Juli und August fixiert wurden.

Ergebnis deutlich verbessert

Die Porr konnte ihre Profitabilität weiter steigern. Das EBIT legte um 15,6 % zu, das Ergebnis vor Steuern (EBT) sogar um 26,8 % auf 49,2 Mio. Euro. Das Periodenergebnis erhöhte sich um 23,9 % auf 36,4 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,71 Euro.

Treiber dieser Entwicklung waren vor allem Effizienzsteigerungen und konsequentes Kostenmanagement. So reduzierte sich der Aufwand für Material und bezogene Leistungen um 58,8 Mio. Euro auf 1.882,6 Mio. Euro.

Solide Bilanz und klarer Ausblick

Die Bilanzsumme stieg zum 30. Juni 2026 auf 4.725,8 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich die Nettoverschuldung auf 460,6 Mio. Euro, auch aufgrund von Investitionen in Beteiligungen und Sachanlagen. Das Eigenkapital legte auf 946 Mio. Euro zu, die Eigenkapitalquote blieb stabil bei 20,0 %.

Porr Kennzahlen Tabelle

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet die Porr eine anhaltend hohe Dynamik im Tiefbau. Investitionen in Energieinfrastruktur, Wasserwirtschaft und Bahnbau treiben die Nachfrage. Im Hochbau kommen Impulse aus Gesundheits-, Bildungs- und Logistikprojekten, während der Wohnbau weiterhin unter Druck steht.

Strauss fasst zusammen: „Wir vertiefen unser Portfolio in zukunftsträchtigen Bereichen wie Gesundheitsbau, Data Center, leistbarem Wohnraum und dem schlüsselfertigen Industriebau. Gemeinsam mit unserem Fokus auf selektive Auftragsakquisition sorgt das für positive Ergebnisaussichten im weiteren Jahresverlauf.“

Für 2026 prognostiziert der Vorstand ein Wachstum von Leistung und Umsatz zwischen 2 % und 4 % sowie eine EBIT-Marge von 3,2 % bis 3,3 %.

Foto: Porr

www.porr.at

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