Die sichere Stromversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für den Betrieb moderner Rechenzentren. Um eine durchgängige Verfügbarkeit zu gewährleisten, kommen leistungsfähige Notstromaggregate zum Einsatz. In Wien wurde Prangl mit der Einbringung von zwei neuen Notstromaggregaten in ein hochverfügbares Rechenzentrum beauftragt.
Notstromaggregate als Teil redundanter Infrastruktur
Das Rechenzentrum im 21. Wiener Gemeindebezirk ist auf eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent ausgelegt. Um dieses Niveau dauerhaft sicherzustellen, sind mehrere redundante Sicherheitssysteme erforderlich. Notstromaggregate spielen dabei eine wesentliche Rolle, da sie im Falle eines Stromausfalls unmittelbar die Energieversorgung übernehmen. Prangl übernahm die Aufgabe, zwei dieser Aggregate präzise und erschütterungsarm an ihren vorgesehenen Einsatzort zu heben.
Schwerlastmontage mit 400-Tonnen-Raupenkran
Für die Einbringung der Notstromaggregate setzte das Prangl-Team einen Raupenkran mit einer maximalen Tragfähigkeit von 400 Tonnen und einer Systemlänge von bis zu 168 Metern ein. Das Raupenfahrwerk ermöglichte eine flexible Positionierung auf der Baustelle.

Der Aufbau des Großkrans erfolgte mithilfe eines 100-Tonnen-Teleskopkrans. Zusätzlich standen ein leistungsfähiger Teleskopstapler sowie weiterer Gerätepark für Montage- und Hilfsarbeiten zur Verfügung.
Einhebung der Aggregate über das Dach
Bereits in der Planungsphase wurde festgelegt, dass sämtliche Komponenten der Notstromaggregate von außen über das geöffnete Dach in das Rechenzentrum eingebracht werden müssen. Jedes Aggregat besteht aus mehreren Bauteilen, darunter ein Genset-Container, ein Dry-Cooler, eine Ventilationseinheit sowie ein Abgassystem. Während im Gebäudeinneren ausreichend Platz vorhanden war, stellten die beengten Platzverhältnisse im öffentlichen Raum eine zusätzliche logistische Herausforderung dar.
Präzisionshübe bei großer Ausladung
Die anspruchsvollsten Hübe betrafen die beiden Genset-Container. Jeder dieser Container wog 31,40 Tonnen und hatte eine Länge von 12,20 Metern bei einer Breite von 4,10 Metern und einer Höhe von 3,40 Metern. Einschließlich Anschlagmitteln und Hakenflasche mussten jeweils 35,90 Tonnen bei einer Ausladung von 82 Metern bewegt werden. Weitere Komponenten mit Einzelgewichten zwischen zwei und zehn Tonnen wurden ebenfalls kontrolliert über das Dach eingehoben. Dank exakter Planung und routinierter Durchführung konnten alle Arbeiten sicher und termingerecht abgeschlossen werden.

