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Rubble Master: Hybridbrecher im Praxiseinsatz

hybride Brechmaschine von Rubble Master im Einsatz

Steigende Energiekosten, strengere Emissionsvorgaben und der zunehmende Einsatz von Recyclingbaustoffen verändern die Anforderungen an mobile Brechanlagen. Rubble Master setzt deshalb verstärkt auf elektrische und hybride Antriebskonzepte. Wie sich diese Technologie im Baustellenalltag bewährt, zeigt der neue Prallbrecher RM 100XE Hybrid, der seit Frühjahr 2026 bei einem französischen Baustoffunternehmen im Einsatz ist.

Mobile Brechanlagen mit Hybridantrieb bereiten Beton, Asphalt, Bauschutt und Naturstein direkt am Einsatzort auf. Damit lassen sich Transportwege reduzieren und mineralische Baustoffe wiederverwerten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Energieeffizienz, Produktivität und Emissionsverhalten der Maschinen.

Der österreichische Hersteller Rubble Master beschäftigt sich bereits seit den 1990er-Jahren mit dieselelektrischen Antriebskonzepten. Heute gewinnt diese Technologie durch steigende Betriebskosten und strengere Umweltauflagen zusätzlich an Bedeutung.

„Wir waren bereits in den 1990er-Jahren Vorreiter bei dieselelektrischen mobilen Brechern. Heute erleben wir, dass unsere elektrischen und hybriden Antriebskonzepte weltweit immer stärker nachgefragt werden“, erklärt Werner Ammerer, Marketingleiter von Rubble Master.

Hybridbrecher senken Energieverluste

Bei den Hybridmaschinen von Rubble Master erfolgt der Antrieb der Brechaggregate elektrisch. Steht auf der Baustelle ein geeigneter Netzanschluss zur Verfügung, können die Anlagen direkt mit Strom versorgt werden. Fehlt diese Infrastruktur, übernimmt ein Dieselmotor die Stromerzeugung über einen Generator.

Damit lassen sich die mobilen Brecher unabhängig von der örtlichen Energieversorgung einsetzen. Besonders für Unternehmen mit häufig wechselnden Baustellen ist diese Flexibilität entscheidend.

„Bei unseren Hybridmaschinen treibt der Verbrennungsmotor keinen hydraulischen Kreislauf mehr an, sondern erzeugt Strom für die Elektromotoren der Maschine. Dadurch entstehen deutlich weniger Energieverluste als bei klassischen hydraulischen Antrieben“, erläutert Ammerer.

Rubble Master mit Fahrer Delafontaine und Händler Rogletund
Elektrische Brecher aus Österreich als Antwort auf die Branchen-Herausforderungen der Zukunft (von links): Brecherfahrer Sullivan Delafontaine (Grente SAS) und Thomas Roglet (Rubble Master Händler). Fotos: Rubble Master

Die elektrische Kraftübertragung soll den Energiebedarf und damit die Betriebskosten reduzieren. Zudem können sich Vorteile beim Wartungsaufwand ergeben, da die konventionelle hydraulische Kraftübertragung für den Brechantrieb entfällt.

Im reinen Netzbetrieb entstehen am Einsatzort keine direkten Abgasemissionen durch den Antrieb. Auch die Geräuschentwicklung fällt laut Hersteller geringer aus als bei konventionellen Dieselmaschinen.

Neue Einsatzmöglichkeiten auf sensiblen Baustellen

Die Möglichkeit zum vollelektrischen Netzbetrieb eröffnet zusätzliche Einsatzbereiche. Dazu zählen innerstädtische Baustellen, dicht bebaute Wohngebiete und Recyclinghöfe mit entsprechender Stromversorgung. Auch bei Abbrucharbeiten in Gebäuden kann ein emissionsfreier Antrieb vor Ort Vorteile bieten.

„Viele Länder aber auch Städte und Kommunen verschärfen ihre Anforderungen an Lärm- und Emissionswerte. Unsere mobilen Maschinen erfüllen diese Anforderungen und sind in Innenstädten, sensiblen Wohngebieten, bei Abbrucharbeiten in Gebäuden oder auf Recyclinghöfen mit Netzanschluss im Einsatz“, berichtet Ammerer.

Für Betreiber bedeutet dies mehr Flexibilität bei der Planung von Recycling- und Abbruchprojekten. Je nach Baustelleninfrastruktur kann zwischen Netzstrom und dieselgenerierter elektrischer Energie gewechselt werden.

Zusätzlich können alternative Antriebskonzepte bei der Beantragung von Förderungen eine Rolle spielen. Ob eine Anlage förderfähig ist, hängt allerdings von den jeweiligen nationalen oder regionalen Programmen ab.

RM 100XE Hybrid bewährt sich in Frankreich

Wie sich die neue Antriebsgeneration in der Praxis verhält, zeigt ein Einsatz in der Normandie. Das französische Familienunternehmen Grente SAS hat im Frühjahr 2026 einen RM 100XE Hybrid in seinen Maschinenpark aufgenommen. Es ist der erste Betreiber dieses Modells in Frankreich.

Grente SAS verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Gewinnung und Aufbereitung mineralischer Baustoffe. Neben mehreren Steinbrüchen betreibt das Unternehmen mobile Brech- und Siebanlagen. Hinzu kommen Recyclingdienstleistungen sowie Transport-, Tief- und Straßenbauarbeiten.

Die Maschinen werden in ganz Frankreich eingesetzt. Dabei verarbeitet Grente SAS sowohl Naturstein aus eigenen und fremden Steinbrüchen als auch Betonabbruch und andere mineralische Recyclingmaterialien.

Ein wesentlicher Teil der Aufbereitung erfolgt direkt beim Kunden oder auf der Baustelle. Dadurch können Materialien unmittelbar nach dem Abbruch gebrochen und für die weitere Verwendung vorbereitet werden.

Grente SAS arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit Prallbrechern von Rubble Master. Der neue RM 100XE Hybrid ergänzt nun die bestehende Flotte und soll vor allem durch seinen gleichmäßigen Brechprozess und die elektrische Antriebstechnik Vorteile bringen.

Konstanter Materialfluss und digitale Kontrolle

Bei der mobilen Aufbereitung von Beton und Naturstein ist eine möglichst konstante Brechleistung entscheidend. Unterschiedliche Korngrößen, wechselnde Materialeigenschaften und größere Betonbrocken stellen hohe Anforderungen an Rotorantrieb und Materialfluss.

Brecherfahrer Sullivan Delafontaine, der seit acht Jahren mit mobilen Brechanlagen arbeitet, beschreibt die Unterschiede im täglichen Betrieb:

„Sofort beim Beschicken des Brechers merkt man den Unterschied. Der Brechprozess läuft sehr linear und konstant ab. Selbst wenn größere Betonstücke verarbeitet werden, bleibt die Leistung stabil. Das höhere Drehmoment des Rotors trägt zusätzlich zu einer gleichmäßigen Produktion bei.“

Neben dem Antrieb verfügt die neue Maschinengeneration über digitale Assistenz- und Überwachungssysteme. Über die Fernbedienung und optische Statusanzeigen kann der Fahrer wichtige Betriebszustände direkt an der Anlage kontrollieren.

Ergänzend stellt die Flottenmanagement-App RM XSmart Produktionsdaten, Energieverbrauch und Informationen zum Maschinenzustand in Echtzeit bereit. Damit können Betreiber den laufenden Brechprozess überwachen und den Maschineneinsatz besser analysieren.

Gerade bei wechselnden Materialien und Einsatzorten bietet die Kombination aus elektrischer Antriebstechnik und digitaler Betriebsüberwachung zusätzliche Möglichkeiten zur Optimierung.

Der Praxiseinsatz bei Grente SAS zeigt, welche Rolle Hybridantriebe künftig in der mobilen Baustoffaufbereitung spielen können. Neben dem reduzierten Energiebedarf stehen dabei vor allem ein stabiler Brechprozess, flexible Einsatzmöglichkeiten und die wirtschaftliche Verwertung mineralischer Bauabfälle im Mittelpunkt.

www.rubblemaster.com

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