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Sandvik modernisiert Diabaswerk

HH Basalt & Diabas GmbH Komplette Anlage_LR

Im Diabaswerk Oberscheld der HH Basalt- und Diabaswerk GmbH hat Sandvik gemeinsam mit dem Betreiber eine umfassende, stufenweise Anlagenmodernisierung im Bestand realisiert. Das Projekt umfasste den Austausch der Brechtechnik, die gezielte Weiterentwicklung der Siebtechnik sowie eine Optimierung des gesamten Materialflusses – konsequent umgesetzt bei laufendem Betrieb.

Mit dem Einbau des Sandvik CS430 Kegelbrechers, mehrerer moderner Sandvik Siebmaschinen sowie innovativer GFK-Staubabdeckungen entstand ein in zentralen Prozessbereichen modernisierter Anlagenabschnitt. Das Ergebnis sind eine hohe Produktionszuverlässigkeit, deutlich verbesserte Wartungsabläufe und ein spürbar optimierter Arbeits- und Umweltschutz.

Stufenweise Anlagenmodernisierung im laufenden Betrieb

Das Diabaswerk Oberscheld ist einer von drei Standorten der Hermann Hofmann Gruppe. Die Anlage verfügt über eine über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur und beliefert die regionale Bauindustrie zuverlässig mit hochwertigen mineralischen Baustoffen.

In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch ein zunehmender Modernisierungsbedarf in der Aufbereitungstechnik. Ziel war es, die Produktionsanlage technisch zukunftsfähig aufzustellen, ohne längere Stillstände zu riskieren. Die Modernisierung sollte modular erfolgen, wartungsfreundlich sein und dauerhaft eine stabile Produktion gewährleisten.

Projektstart: Ersatzteilrisiko als Auslöser

Anfang 2023 stand der Standort vor einer zentralen Herausforderung: Der vorhandene Sekundärbrecher, ein Aubema-Kreiselbrecher, war aufgrund sinkender Ersatzteilverfügbarkeit zunehmend kritisch für den Betrieb. Anstatt lediglich einen Ersatz zu beschaffen, entschied sich HH Basalt & Diabas für eine technologische Weiterentwicklung.

Sandvik übernahm frühzeitig die verfahrenstechnische Beratung und analysierte die standortspezifischen Anforderungen. Ziel war eine Lösung, die technisch überzeugt, sich in den bestehenden Stahlbau integrieren lässt und die Umsetzung im laufenden Betrieb ermöglicht.

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Der neue Sandvik CS430 Kegelbrecher im Diabaswerk Oberscheld bildet die Basis für die schrittweise Modernisierung der Aufbereitung im Bestand. Fotos: Sandvik

„Wir haben uns für Sandvik entschieden aufgrund der Zuverlässigkeit der Technik und der konstant guten Absiebergebnisse. Hier ist insbesondere der CS430 hervorzuheben“, erklärt Felix Hofmann, Betriebsleiter der HH Basalt- und Diabaswerk GmbH.

Sandvik CS430 als neuer Sekundärbrecher

Die Wahl fiel auf den Sandvik CS430 Kegelbrecher, der inklusive einer stahlbautechnischen Anpassung in die vorhandene Anlagenstruktur integriert wurde. Sandvik übernahm sowohl die Planung als auch die Umsetzung der Maßnahme und kombinierte die Lieferung mit einer verfahrenstechnischen Garantie.

Zur Verbesserung der Wartungs- und Instandhaltungsbedingungen wurde zusätzlich eine neue Kranbahn installiert. Seit Herbst 2023 ist der CS430 zentral im Prozess im Einsatz und unterstützt die Produktion in Oberscheld zuverlässig und konstant.

Siebtechnik und Materialfluss als Gesamtsystem

Mit dem erfolgreichen Brecherprojekt gewann Sandvik detaillierte Einblicke in die bestehende Anlage und ein tiefes Verständnis für die prozesstechnischen Anforderungen des Standorts. Gemeinsam mit HH Basalt & Diabas wurde darauf aufbauend ein mehrstufiger Modernisierungsfahrplan entwickelt, der die Besonderheiten einer Bestandsanlage berücksichtigt.

Im nächsten Schritt rückte daher nicht mehr eine einzelne Maschine, sondern die Gesamtleistung des Materialflusses in den Fokus. Anfang 2024 fiel die Entscheidung für die nächste Ausbaustufe mit zusätzlicher Siebtechnik und einem neuen Antriebskonzept für den Schubwagen zum Vorbrecher.

Neue Sandvik Siebmaschinen und moderner Antrieb

In zwei Etappen wurden am Standort Oberscheld zunächst eine Sandvik SJ2168 3-Deck-Kreisschwinger-Siebmaschine mit 6,0 × 2,1 m Siebfläche installiert. Parallel dazu wurde der bestehende Schubwagen zum Vorbrecher modernisiert: Ein hydraulisches Aggregat HPY 600 (SH-Serie) ersetzte das bisherige mechanische Getriebe.

Anfang 2025 folgte die Installation einer Sandvik SJ1547 2-Deck-Kreisschwinger-Siebmaschine mit 4,0 × 1,5 m. Beide Siebmaschinen wurden mit Sandvik Original-Gummisiebbelägen ausgestattet, um Standzeiten zu erhöhen und Wartungsaufwand zu reduzieren.

Gerade im siebtechnischen Bereich sind geringe Stillstandzeiten entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Die neuen Komponenten leisten hier einen wesentlichen Beitrag zu Betriebssicherheit, Wartungsfreundlichkeit und Prozessstabilität.

GFK-Staubabdeckungen: Mehr Arbeitsschutz und Effizienz

Ein sichtbares Ergebnis der ganzheitlichen Modernisierungsstrategie ist die Integration innovativer GFK-Staubabdeckungen an allen Sandvik-Siebmaschinen. Diese wurden von Sandvik gemeinsam mit der LSE GmbH, einem Engineering-Partner mit ausgewiesener Leichtbaukompetenz, entwickelt.

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Leichtbau-Staubabdeckungen aus GFK verbessern Wartungsfreundlichkeit und Arbeitsschutz an den Sandvik Siebmaschinen.

„Diese Staubabdeckungen sind so leicht, dass sie von einer Person getragen werden können. Gleichzeitig absorbieren sie Lärm effektiv und tragen zum Schallschutz bei“, sagt Norbert Schramm, Geschäftsführer der LSE GmbH.

Im Vergleich zu schweren Stahllösungen lassen sich die GFK-Abdeckungen innerhalb eines sehr kurzen Wartungsfensters von rund einer Stunde montieren oder wechseln. Neben der verbesserten Wartungslogik werden Staubemissionen zuverlässig gekapselt und Schallemissionen reduziert – ein klarer Mehrwert für Umwelt- und Arbeitsschutz im laufenden Steinbruchbetrieb.

Bestandsmodernisierung: Partnerschaft als Schlüssel

Die Modernisierung einer bestehenden Anlage ist selten eine reine Maschineninstallation. In Oberscheld mussten unter anderem begrenzter Platz, Gebäudesubstanz, Statik, Wartungszugänge sowie Anforderungen an Arbeitsschutz und Betriebskontinuität berücksichtigt werden.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit
Partnerschaftliche Zusammenarbeit vor Ort: Betriebsleiter Felix Hofmann (Mitte) mit Vertretern der LSE GmbH und Sandvik im modernisierten Anlagenbereich.

Der Projekterfolg basierte daher wesentlich auf einer engen Partnerschaft. „Sandvik sticht besonders hervor durch die Qualität der technischen Beratung, Projektierung und die Entwicklung innovativer, praxisnaher Lösungen“, so Felix Hofmann.

Während des gesamten Projekts arbeitete Sandvik eng mit dem Betreiber zusammen, führte Bestandsaufnahmen und verfahrenstechnische Analysen durch und überführte diese in standortspezifische, umsetzbare Lösungen.

Ausblick: Weitere Ausbaustufe geplant

Heute zeigt sich in Oberscheld, welches Potenzial eine schrittweise Anlagenmodernisierung im Bestand bietet. Die installierten Lösungen sorgen für hohe Prozessstabilität, konstante Absiebergebnisse und zuverlässige Produktqualität. Gleichzeitig reduzieren wartungsfreundliche Komponenten und innovative Abdeckungen den Stillstandsaufwand deutlich.

Service im Einsatz an der Siebmaschine_LR
Sandvik Service im Einsatz an der Siebtechnik im Werk Oberscheld: Wartung und Anlagenprüfung im laufenden Betrieb

Sandvik hat sich dabei als Partner erwiesen, der von der Projektierung bis in den After-Sales verlässlich präsent bleibt. Aktuell befindet sich bereits eine weitere Siebmaschine in der Planungsphase, die 2026 in die Bestandsanlage integriert und in Betrieb genommen werden soll.

www.sandvik.com

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