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Wacker Neuson steigert EBIT-Marge im dritten Quartal

Wacker Neuson Executive Board

Die Wacker Neuson Group, ein führender Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen, hat die Finanzzahlen für die ersten neun Monate 2025 veröffentlicht. Das Unternehmen setzte die operative Erholung im dritten Quartal fort. Trotz eines herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds konnte sowohl die EBIT-Marge als auch der Umsatz gegenüber dem Vorjahr verbessert werden.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal 2025 um 6,3 Prozent auf 550,3 Mio. Euro, während die EBIT-Marge auf 7,5 Prozent kletterte, 2,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr (Q3/2024: 4,8 Prozent). Diese Verbesserung wurde durch höhere Umsätze und niedrigere operative Kosten erreicht. Die EBIT-Marge der ersten neun Monate lag jedoch bei 6,0 Prozent, leicht unter dem Vorjahreswert von 6,3 Prozent, da das schwache erste Quartal teilweise ausgeglichen werden musste. Der Gesamtumsatz der ersten neun Monate belief sich auf 1.625,2 Mio. Euro, ein Rückgang von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (9M/2024: 1.722,4 Mio. Euro).

Der Free Cashflow war weiterhin positiv und erreichte 115,8 Mio. Euro (9M/2024: 91,5 Mio. Euro), unterstützt durch stabile operative Cashflows und ein solides Net Working Capital.

Kommentar des Vorstandsvorsitzenden

„Die anhaltende gesamtwirtschaftliche und geopolitische Unsicherheit verzögert die Erholung der Märkte. Die US-Zollproblematik beginnt sich darüber hinaus im letzten Quartal auszuwirken. Dennoch konnten wir unsere Profitabilität steigern und arbeiten weiterhin an Kostensenkungen, um im Jahr 2026 Wachstum zu erzielen“, erklärte Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Umsätze in allen Regionen lagen unter Vorjahr. In Europa (EMEA) sank der Umsatz um 4,1 Prozent auf 1.269,3 Mio. Euro. Obwohl im dritten Quartal eine positive Entwicklung sichtbar war, konnte das schwache erste Quartal die Rückgänge nicht ausgleichen. In den Amerikas ging der Umsatz um 9,6 Prozent auf 322,4 Mio. Euro zurück, stark beeinflusst durch die US-Zollproblematik und zurückhaltendes Bestellverhalten. Die Region Asien-Pazifik verzeichnete einen Rückgang von 21 Prozent auf 33,5 Mio. Euro, vor allem durch geringere Nachfrage in Australien und China.

EBIT-Marge und operative Effizienz

Die EBIT-Marge stieg im dritten Quartal auf 7,5 Prozent, 2,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Dank Umsatzsteigerungen und reduzierter operativer Kosten konnte diese Dynamik erzielt werden, jedoch konnte das schwache erste Quartal die neunmonatige Marge von 6,0 Prozent nur teilweise ausgleichen.

Das Net Working Capital sank um 14,4 Prozent auf 692,3 Mio. Euro, beeinflusst durch Vorratsabbau und einen Anstieg von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Net-Working-Capital-Quote betrug 32,4 Prozent (Vorjahr: 34,2 Prozent).

Positiver Free Cashflow

Der Free Cashflow lag bei 115,8 Mio. Euro, höher als im Vorjahr. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. September 2025 auf 26,5 Mio. Euro.

Präzisierte Prognose für 2025

Aufgrund der langsamen Markterholung, gestiegener Zollkosten und schwächerer Nachfrage in den USA hat die Wacker Neuson Group ihre Jahresprognose präzisiert. Erwartet wird nun ein Konzernumsatz zwischen 2.150 und 2.250 Mio. Euro (zuvor 2.100–2.300 Mio. Euro) sowie eine EBIT-Marge zwischen 6,5 und 6,8 Prozent (zuvor 6,5–7,5 Prozent). Investitionen werden auf 80 Mio. Euro gesenkt und die Net-Working-Capital-Quote für Ende 2025 auf 34 Prozent angepasst.

Die Prognose spiegelt die Entwicklung der ersten neun Monate wider und berücksichtigt mögliche konjunkturelle Veränderungen sowie minimale Beeinträchtigungen durch die Nexperia-Lieferketten-Problematik.

Wacker Neusonn Kennzahlen Q3-2025

www.wackerneuson.com
Foto: Wacker Neuson SE

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