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Innovation Days zeigen neue Transportlösungen

Goldhofer Innovation Days 2026 (3)

Zwölf Jahre nach der letzten Ausgabe hat Goldhofer in Memmingen wieder zu den Innovation Days geladen – und mehr als 600 Kunden aus aller Welt folgten. Im Fokus standen nicht nur Weltpremieren, sondern vor allem konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Schwertransport und auf dem Flughafenvorfeld.

Schwertransport: Mehr Stabilität bei weniger Breite

Im Zentrum der Veranstaltung stand das neue Schwerlastmodul PST/SL-ES (285). Die zentrale Neuerung liegt in der variablen Spurbreite unter Last. Damit kann je nach Einsatz zwischen maximaler Stabilität und hoher Manövrierfähigkeit gewechselt werden – direkt im laufenden Transport.

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Bereits bei einer Grundbreite von 3.000 Millimetern erreicht das Modul eine hohe Seitenstabilität. Wird die Spur verbreitert, nähert sich die Stabilität einer deutlich breiteren Parallelkombination an, bleibt jedoch mit rund 3.300 Millimetern Gesamtbreite wesentlich kompakter.

Mit einer Achslast von 48,4 Tonnen und einer Zugkraft von 162 kN bewegt sich das System zudem in neuen Leistungsdimensionen. Entscheidend für die Praxis ist jedoch der wirtschaftliche Effekt: Transporte können häufiger in schmaler Konfiguration durchgeführt werden, wodurch Eingriffe in Infrastruktur reduziert und Genehmigungen erleichtert werden.

„Die Möglichkeit, je nach Situation zwischen Stabilität und Manövrierfähigkeit zu wechseln, eröffnet völlig neue Spielräume bei der Transportplanung“, erklärt Jan Sarens von Sarens NV.

Airport-Technologie als System gedacht

Neben dem Schwertransport zeigte Goldhofer auch im Bereich Airport Technology eine klare strategische Ausrichtung. Im Mittelpunkt stand nicht ein einzelnes Fahrzeug, sondern die optimale Kombination unterschiedlicher Systeme für verschiedene Einsatzprofile.

Während der »PHOENIX« für leistungsintensive Schleppaufgaben und längere Distanzen ausgelegt ist, fokussiert die »ATLAS«-Familie auf effiziente Gate-Prozesse mit hoher Frequenz. Besonders im täglichen Turnaround-Betrieb zählen einfache Abläufe, hohe Prozesssicherheit und kurze Reaktionszeiten.

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Die Live-Demonstration eines teilautomatisierten »ATLAS« 2 zeigte, wie sich kritische Arbeitsschritte standardisieren lassen. Ziel ist es, Fehlerquellen zu reduzieren und Abläufe reproduzierbar zu machen. „ATLAS macht Prozesse einfacher, vorhersehbarer und effizienter. Und genau darauf kommt es im täglichen Betrieb an“, betont Joe Miller von Delta Air Lines.

Elektrifizierung wird praxistauglich

Mit dem E-PowerPack präsentierte Goldhofer eine Lösung, die bereits im realen Einsatz steht. Entwickelt für sensible Einsatzbereiche wie Innenstädte oder Industrieanlagen, kombiniert das System elektrische Antriebstechnik mit voller Leistungsfähigkeit.

Mit rund 260 kW Leistung und integrierter Telemetrie ist das System kein reines Demonstrationsobjekt, sondern ein produktiver Baustein im Schwertransport. Ein Beispiel aus Berlin zeigt die Anwendung im realen Projekt: Beim Transport einer 430 Tonnen schweren Gasturbine konnte der Einsatz lokal emissionsfrei und deutlich leiser erfolgen.

„Mit dem E PowerPack konnten wir den Transport deutlich leiser und lokal emissionsfrei durchführen, ohne Kompromisse bei Leistung oder Bedienbarkeit einzugehen“, berichtet Leon Tietz von der BEHALA.

Kontinuierliche Weiterentwicklung im Portfolio

Neben den Premieren wurde auch die Weiterentwicklung bestehender Baureihen deutlich. Die FT Series wurde um neue Konfigurationsmöglichkeiten erweitert, darunter Sonderfahrwerke für große Baumaschinen und flexible Achslösungen. Auch der neue Stepstar MPA mit Einzelradaufhängung adressiert konkrete Anforderungen im Transportalltag, etwa durch geringe Bauhöhe und hohe Wendigkeit.

Ein weiteres Signal setzte Goldhofer mit einem neuen THP/SL-Modul aus indischer Produktion. Ziel ist es, regionale Anforderungen besser abzudecken und gleichzeitig den globalen Qualitätsstandard zu halten.

Innovation als Prozess

Die Innovation Days zeigten damit nicht nur einzelne Produkte, sondern ein klares Entwicklungsprinzip. Im Innovation Lab wurden zahlreiche Konzepte präsentiert – von Digital Twins bis zu neuen Plattformarchitekturen. Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Idee als der systematische Weg zur marktreifen Lösung.

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„Innovation entsteht nicht hinter verschlossenen Türen, sie entsteht dort, wo Menschen bereit sind, Herausforderungen gemeinsam zu lösen“, fasst CEO Matthias Ruppel zusammen.

Zwölf Jahre nach der letzten Veranstaltung wurde deutlich: Goldhofer setzt nicht auf Einzelinnovationen, sondern auf ein durchgängiges System aus Technik, Anwendung und Kundenfeedback.

Fotos: Goldhofer

www.goldhofer.com

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