Intelligente Verdichtung, ferngesteuerte Straßenfertiger und moderne Einbautechnik: Beim Ascendum Demo Day am 13. Oktober 2026 in Gumpoldskirchen konnten rund 200 Besucher aktuelle Dynapac-Maschinen im praktischen Einsatz erleben. Insgesamt 14 Maschinen standen auf dem Programm. Besonders die Seismic-Verdichtungstechnologie und ein ferngesteuerter Kompaktfertiger zeigten, wohin sich die Technik im Straßen- und Erdbau entwickelt.
Unter dem Motto „Let’s rock ’n’ roll“ präsentierten Ascendum und Dynapac ihre Lösungen für unterschiedliche Anforderungen im Straßen- und Erdbau. Auf einer Teststrecke konnten die Besucher die Maschinen bei Live-Demonstrationen beobachten und sich mit den Spezialisten beider Unternehmen über Technik, Einsatzmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit austauschen.
Gleichzeitig bildete die Veranstaltung den Auftakt der neuen Partnerschaft zwischen Ascendum und Dynapac. Für Ascendum bedeutet die Zusammenarbeit eine Erweiterung des Maschinenportfolios im Straßenbau.
Seismic passt die Verdichtung automatisch an
Ein technischer Schwerpunkt der Roadshow war die Erdbauwalze Dynapac CA3500D mit Seismic-Technologie. Das System passt die Vibrationsfrequenz automatisch an die jeweiligen Bodenbedingungen an. Dadurch soll die Verdichtungsenergie gezielter in das Material eingebracht werden.

Bei konventionellen Vibrationswalzen arbeitet das Verdichtungssystem häufig mit vorgegebenen Frequenzen. Die Seismic-Technologie berücksichtigt hingegen die Eigenschaften des Untergrunds und stimmt die Schwingungsfrequenz darauf ab. Das soll eine gleichmäßige Verdichtung unterstützen und gleichzeitig unnötigen Energieeinsatz vermeiden. Laut Hersteller können dadurch Kraftstoffverbrauch und Betriebskosten sinken.
Gerade im Erdbau, wo unterschiedliche Bodenarten und wechselnde Verdichtungsbedingungen zum Arbeitsalltag gehören, bietet eine automatische Frequenzanpassung praktische Vorteile. Der Fahrer muss weniger manuell eingreifen und kann sich stärker auf den Walzvorgang konzentrieren.
Ferngesteuerter Kompaktfertiger im Live-Einsatz
Für besonderes Interesse sorgte der Dynapac FS1250 CS PLUS (Bild ganz oben). Der ferngesteuerte Kompaktfertiger demonstrierte auf der Teststrecke, wie sich Einbauarbeiten auch ohne unmittelbare Bedienung vom Fahrerstand aus steuern lassen. Die Fernsteuerung ermöglicht es, die Maschine aus einer geeigneten Position zu bedienen. Das kann insbesondere bei beengten Platzverhältnissen oder schwer einsehbaren Arbeitsbereichen Vorteile bringen.
Darüber hinaus eröffnet die Technik neue Möglichkeiten bei der Organisation von Einbauarbeiten. Angesichts des Fachkräftemangels im Straßenbau gewinnen Lösungen an Bedeutung, die Arbeitsabläufe vereinfachen und vorhandenes Personal effizienter einsetzen.
Neben dem Kompaktfertiger waren auch größere Dynapac-Straßenfertiger aus der Highway-Paver-Baureihe im Einsatz. Bei den Live-Vorführungen standen die Präzision des Asphalteinbaus, die Leistungsfähigkeit der Maschinen und die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Gerade bei längeren Einbaueinsätzen beeinflussen eine gute Sicht auf den Arbeitsbereich, eine übersichtliche Bedienung und der Komfort für die Maschinenmannschaft die Qualität und Kontinuität des Arbeitsprozesses.
Vom Straßenfertiger bis zur Grabenwalze
Neben den großen Straßenbau- und Erdbaumaschinen zeigte Dynapac auch sein Light-Equipment-Sortiment. Dazu gehörten unter anderem Rüttelplatten und Grabenwalzen für kleinere Verdichtungsarbeiten. Solche Maschinen kommen beispielsweise bei Leitungsgräben, Reparaturarbeiten, im kommunalen Straßenbau oder bei beengten Baustellen zum Einsatz. Damit ergänzen sie die größeren Walzen und Straßenfertiger im Maschinenprogramm.
Michael Hoffmann, General Manager CC D-A-CH bei Dynapac, sieht in den praktischen Vorführungen einen wesentlichen Vorteil der Roadshow: „Ob intelligente Verdichtung mit Seismic, ferngesteuerte Kompaktfertiger oder leistungsstarke Straßenfertiger – unsere Technologien sind darauf ausgelegt, Bauprozesse effizienter zu gestalten und Anwender bestmöglich zu unterstützen.“

Die Veranstaltung bot den Besuchern damit nicht nur einen Überblick über das Maschinenangebot. Sie konnten auch unterschiedliche Technologien direkt miteinander vergleichen und deren mögliche Vorteile für den eigenen Betrieb diskutieren.
Ascendum baut Straßenbau-Portfolio aus
Für Ascendum war der Demo Day zugleich ein wichtiger Schritt beim Ausbau des Multi-Brand-Portfolios in Zentraleuropa. Mit Dynapac erweitert das Unternehmen sein Angebot um Maschinen und Technologien für Verdichtung, Asphaltierung und Straßenbau.
DI Stefan Krejca, CEO der Ascendum Central Europe GmbH, betont die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit Dynapac stärken wir unser Multi-Brand-Portfolio im Straßenbau und bauen unsere Position als verlässlicher Partner für Bauunternehmen in Zentraleuropa weiter aus.“
Dabei setzt Ascendum nicht ausschließlich auf die Präsentation neuer Maschinen, sondern auch auf den direkten Austausch mit Anwendern. „Besonders wichtig ist uns, dass unsere Kunden die Technologie direkt im Einsatz erleben und sich persönlich mit unseren Experten austauschen können. Die große Resonanz in Gumpoldskirchen bestätigt, wie wertvoll dieser praxisnahe Dialog ist“, erklärt Krejca.
Mit rund 200 Besuchern und 14 präsentierten Maschinen bot der Demo Day einen praxisorientierten Einstieg in die neue Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen Technologien, mit denen Bauunternehmen ihre Verdichtungs- und Einbauprozesse effizienter gestalten können.
Bild ganz oben: Der Fertiger Dynapac FS1250 CS PLUS mit Fernsteuerung in der Live-Demonstration
