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Gotthard-Tunnel: TBM durchbricht Fels

Die Tunnelbauer von Implenia und Frutiger

Beim Bau der zweiten Röhre des Gotthard Road Tunnel ist ein wichtiger Bauabschnitt geschafft: Eine Tunnelbohrmaschine von Herrenknecht hat im Nordlos nach rund 3,8 Kilometern Vortrieb die Störzone Nord präzise durchfahren und damit ein zentrales Etappenziel erreicht. Der Durchbruch markiert einen technisch anspruchsvollen Moment im Untertagebau unter den Alpen.

Präziser Vortrieb unter Extrembedingungen

Der Vortrieb erfolgt im Auftrag des Bundesamt für Straßen ASTRA durch die ARGE secondo tubo, bestehend aus Implenia und Frutiger. Seit Februar 2025 arbeitet sich die Tunnelbohrmaschine vom Typ Einfachschild-TBM mit 12,225 m Durchmesser durch wechselhafte Geologie – von hartem Granit bis zu stark quarzhaltigen Zonen.

Die Maschine mit dem Namen „Alessandra“ erreicht dabei Vortriebsleistungen von bis zu 32 Metern pro Tag. „Das ist eine toughe Leistung der Vortriebsmannschaften im knallharten Gotthard-Fels“, betont Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG.

Technik auf Formel-1-Niveau im Untergrund

Die Dimensionen der eingesetzten Technik verdeutlichen die Herausforderungen des Projekts: 15 Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 5.250 kW treiben den Bohrkopf an – vergleichbar mit der Leistung von rund sieben Formel-1-Boliden. Die Vortriebskraft der hydraulischen Zylinder erreicht bis zu 95.000 kN und ermöglicht so den kontinuierlichen Felsabbau unter extremem Druck.

Zentrale Verschleißkomponenten sind die Schneidrollen im Bohrkopf, die je nach Gestein regelmäßig ersetzt werden müssen. Johannes Faißt, Projektmanager bei Herrenknecht, erklärt: „Mit hochwertigen Schneidrollen aus unserem Werk und einer eng abgestimmten Logistik konnten wir den Vortrieb entscheidend unterstützen.“

Etappenziel erreicht – Vortrieb geht weiter

Der nun durchfahrene Abschnitt der Störzone Nord wurde zuvor konventionell ausgebrochen, da dort maschineller Vortrieb geologisch nicht effizient möglich war. Die rund 100 Meter lange TBM wird nun durch diese Kaverne umgesetzt und anschließend gewartet, bevor die nächsten rund vier Kilometer Richtung Süden in Angriff genommen werden.

Parallel dazu läuft bereits der Vortrieb des Südloses, das ebenfalls Teil der zweiten Gotthardröhre ist. Damit schreitet das Gesamtprojekt unter alpinen Extrembedingungen auf beiden Seiten kontinuierlich voran.

Bild oben: Die Tunnelbauer von Implenia und Frutiger feiern am Gothard den Durchbruch mit der Herrenknecht-TBM.

www.herrenknecht.com

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