Steigende Kosten und wirtschaftliche Unsicherheit veranlassen viele Bauunternehmen, ihre Maschinen länger als geplant im Fuhrpark zu halten. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach gebrauchten Baumaschinen hoch. Ritchie Bros. will diese Marktsituation mit seiner Jahresendkampagne „Stark abschließen“ nutzen und Unternehmen dabei unterstützen, nicht ausgelastete Maschinen zu verkaufen und Kapital für 2027 freizusetzen.
Der internationale Maschinenauktionator startete die Kampagne am 13. Oktober 2026 in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Maschinen Unternehmen tatsächlich noch benötigen und welche sich wirtschaftlich besser verwerten lassen.
Die jüngsten Auktionszahlen liefern dafür einen Anhaltspunkt: Bei der September-Auktion von Ritchie Bros. in Deutschland waren zehn Prozent mehr Bieter registriert als im September 2025. Zugleich verzeichnete die Veranstaltung mehr registrierte Bieter als jede andere September-Auktion des Unternehmens in Deutschland während der vergangenen fünf Jahre.
Maschinenbestand vor dem Jahreswechsel prüfen
Für Bauunternehmen, Vermieter und andere Maschinenbetreiber bietet das Jahresende einen geeigneten Zeitpunkt, den eigenen Maschinenpark zu analysieren. Welche Geräte sind regelmäßig im Einsatz? Welche Maschinen verursachen laufende Kosten, obwohl sie nur selten benötigt werden? Und welche Investitionen stehen für das kommende Geschäftsjahr an?
Nach Einschätzung von Ritchie Bros. haben zahlreiche Unternehmen ihre Maschinen angesichts steigender Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheit im Jahr 2026 länger gehalten als ursprünglich geplant. Eine systematische Bestandsaufnahme kann deshalb helfen, gebundenes Kapital freizusetzen und den Maschinenpark gezielt auf den Bedarf des nächsten Jahres auszurichten.

„Am Jahresende treffen Unternehmen wichtige Entscheidungen darüber, wie das kommende Jahr aussehen soll“, sagt Ghislaine Duijmelings, General Manager bei Ritchie Bros. Entscheidend sei, welche Maschinen tatsächlich genutzt werden und welche für 2027 gebraucht werden.
Ritchie Bros. unterstützt Verkäufer nach eigenen Angaben mit Marktwertermittlungen, lokaler Marktkenntnis und einem internationalen Käufernetzwerk. Damit sollen auch Interessenten außerhalb des heimischen Marktes erreicht werden.
Internationale Käufer für gebrauchte Baumaschinen
Wie eine strategische Flottenverwertung aussehen kann, zeigt das britische Vermietunternehmen Plantforce. Es verkauft jährlich mehr als 400 Maschinen über Ritchie Bros. Im Jänner brachte das Unternehmen eine Gruppe aus Baggern, Dumpern, Teleskopladern und Walzen zum Standort Maltby. Die meisten Geräte waren weniger als drei Jahre alt.
Statt sich ausschließlich auf den britischen Markt zu konzentrieren, nutzte Plantforce die internationale Reichweite der Auktionsplattform. Damit sollte ein größerer Kreis potenzieller Käufer erreicht werden. „Wir betrachten die Erneuerung unserer Flotte als Teil unserer Strategie, die Qualität unserer Dienstleistungen zu sichern“, erklärt CEO Sam Mercer.
Auch andere Unternehmen setzen auf die internationale Vermarktung ihrer Maschinen. Der australische Anbieter Metcalf Crane Services bringt nach 30 Jahren Geschäftstätigkeit seine gesamte Flotte über Marketplace-E auf den Markt. Das Angebot umfasst mehr als 100 Lose, darunter mehrere Krane mit hoher Tragfähigkeit.
Die Beispiele zeigen, dass der Verkauf gebrauchter Maschinen nicht nur bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf eine Rolle spielt. Für größere Flottenbetreiber kann er vielmehr ein fester Bestandteil der Ersatz- und Investitionsplanung sein.
Gezieltes Marketing unterstützt den Verkauf
Neben dem Zugang zu internationalen Käufern spielt die Präsentation der Maschinen eine wichtige Rolle. Das Unternehmen Collé Rental & Sales aus den Benelux-Ländern setzte bei einer Februar-Auktion auf eine frühzeitige Vermarktung. Zum Einsatz kamen ein Marketingpaket für früh angelieferte Maschinen, eine eigene Landingpage, ein Video und eine koordinierte Kampagne.
Sven Smeets, Sales Manager bei Collé Machinehandel B.V., hebt insbesondere die zusätzliche Sichtbarkeit hervor: „Die dedizierte Landingpage hat einen echten Unterschied gemacht.“ Die separate Maschinenseite und die Möglichkeit, sie auch für eigene Marketingaktivitäten zu verwenden, hätten dazu beigetragen, überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen, berichtet Smeets.
Ritchie Bros. bietet Verkäufern darüber hinaus Unterstützung bei der Inspektion und Bewertung der Maschinen, bei der Aufbereitung sowie bei der Organisation des Transports vom Verkäufer zum Käufer. Für Unternehmen, die einen Verkauf planen, ist damit nicht nur der erzielbare Preis relevant. Auch der organisatorische Aufwand und die Abwicklung beeinflussen die Entscheidung für einen Vermarktungsweg.
Nach Angaben des Unternehmens stehen zudem Garantievereinbarungen und Kaufoptionen zur Verfügung, die zusätzliche Planungssicherheit bieten sollen.
Auktionstermine bis Dezember 2026
Die Kampagne „Stark abschließen“ läuft bis zum Jahresende. Unternehmen, die ihren Maschinenbestand noch im vierten Quartal reduzieren möchten, können sich an das regionale Ritchie-Bros.-Team wenden, um den aktuellen Marktwert und geeignete Verkaufsoptionen zu prüfen.
Der angekündigte Auktionskalender umfasst Termine in mehreren europäischen Ländern sowie in Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für den deutschen Markt ist unter anderem eine Auktion ohne Mindestpreis am 18. und 19. November vorgesehen.
Damit richtet sich die Kampagne an Unternehmen, die nicht benötigte Maschinen rechtzeitig vor dem Jahreswechsel veräußern und ihre Flottenplanung für 2027 vorbereiten möchten. Die von Ritchie Bros. gemeldete Entwicklung der Bieterzahlen deutet auf eine anhaltende Nachfrage hin. Ob sich diese auch in konkreten Verkaufspreisen niederschlägt, hängt jedoch vom jeweiligen Maschinentyp, Zustand und Marktangebot ab.
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Heute ist RB Global international tätig und bietet neben Auktionen auch Dienstleistungen rund um Bewertung, Vermarktung und Transaktionsabwicklung von gebrauchten Maschinen und Anlagen an.
