Die AustrianSkills 2025 verwandeln Salzburg in wenigen Tagen in das Zentrum der beruflichen Ausbildung. Über 500 junge Fachkräfte treten im Messezentrum Salzburg an, um in mehr als 50 Berufen den Staatsmeistertitel zu holen. Ziel ist die Qualifikation für die WorldSkills 2026 in Shanghai sowie die EuroSkills 2027 in Düsseldorf. Erwartet werden mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher. Damit wird deutlich, wie stark der Wettbewerb die Bedeutung der beruflichen Exzellenz in Österreich unterstreicht.

Steiermark stellt stärkstes Team
Die Steiermark tritt 2025 mit 62 jungen Fachkräften an – das größte Bundeslandteam der AustrianSkills. Von Hightech bis Handwerk zeigt die Region, wie breit sie aufgestellt ist. Besonders stark ist die Teilnahme in industriellen Disziplinen: von Knapp AG aus Hart bei Graz nehmen sieben Teilnehmer:innen teil, Magna Steyr in Graz-Liebenau entsendet drei Starter:innen in Robot Systems Integration und von Winkelbauer bei Anger fahren zwei Fachkräfte im Schweißen nach Salzburg.
Auch Bildungseinrichtungen prägen das steirische Kontingent, etwa die FH Joanneum, die Ortweinschule Graz, sowie Betriebe wie Andritz AG, Willingshofer, Kubart Floristik oder Fliesenlegermeister Roland Sabathi.
60 junge Fachkräfte aus Niederösterreich
Niederösterreich stellt 60 Teilnehmer:innen und zeigt sich besonders stark im Betonbau. Europameister Lukas Miedler erklärt den Erfolg so: „In Niederösterreich gibt’s starke Firmen und gute Trainer – das macht uns erfolgreich.“
Die Test-Fuchs GmbH aus Groß-Siegharts entsendet gleich fünf Talente – vier in der Mechatronik und eines in der Anlagenelektrik.

Wien punktet in digitalen Berufen
Wien entsendet 58 Fachkräfte und bleibt damit Technologietreiber in den digitalen Disziplinen. Besonders stark vertreten sind: Netzwerkadministration (7), Digitale Produktionstechnik/Industrie 4.0 (6) und Digital Construction (4).
Bildungseinrichtungen wie die HTL Rennweg, das Camillo Sitte Bautechnikum sowie das TGM tragen maßgeblich zur Wiener Stärke bei, ergänzt durch Unternehmen wie Siemens und die ÖBB.
Oberösterreich: Industriestärke und ein Europameister
Oberösterreich schickt rund 55 junge Fachkräfte ins Rennen. Das Bundesland überzeugt traditionell in technisch-industriellen Disziplinen wie Metalltechnik, Anlagenelektrik, Elektrotechnik und Elektronik.
Im noch jungen Wettbewerb Robot Systems Integration treten drei Teams (sechs Personen) an. Besonders hohe Erwartungen gibt es in der Kälte- und Klimatechnik – nicht zuletzt durch die Erfolgsfamilie Danninger. Europameister Jonas Danninger: „Mein Ziel ist es, in Salzburg den Staatsmeistertitel zu holen und damit das Ticket für die WorldSkills in Shanghai zu fixieren. Aber klar ist: Die Konkurrenz in Österreich ist stark.“

Kärnten: 52 Chancen und zwei Premieren
Kärnten tritt mit 52 jungen Fachkräften an und zeigt eine starke technische Dichte – allein acht Teilnehmende in der Mechatronik. Weitere Schwerpunkte liegen in Elektrotechnik und Metalltechnik.
Gleichzeitig bleibt das Land seiner Tradition treu: Bäcker, Konditoren und Fleischverarbeiter zeigen, dass auch handwerkliche Berufe im südlichsten Bundesland stark verwurzelt sind.
Tirol: Chemielabortechnik als Domäne
Tirols 30 Teilnehmer:innen setzen erneut ein Zeichen in der Chemielabortechnik – mit Talenten aus Novartis, Sandoz, Gebro Pharma und Plansee. Auch Fahrradmechatronik, Elektrotechnik, Grafik Design und Schmiedetechnik sind vertreten.
Vorarlberg: Industriestärke und Prozesskompetenz
Vorarlberg schickt ebenfalls 30 junge Fachkräfte zu den AustrianSkills 2025. Besonders stark ist die Julius Blum GmbH, die acht Talente stellt. Auch Liebherr-Werk Nenzing, HTL Dornbirn und zahlreiche innovative Betriebe zeigen die Vielfalt im „Ländle“.

Salzburg: Heimvorteil im Gastgeberbundesland
Salzburg tritt mit 26 Teilnehmer:innen an und deckt 19 verschiedene Berufe ab – von klassischem Handwerk bis moderner Hochtechnologie. Auch kreative und kaufmännische Berufe sind vertreten, darunter Grafikdesign, Mode, Einzelhandel und Speditionslogistik.
Burgenland hofft auf Comeback
Das Burgenland entsendet sechs Fachkräfte in Elektrotechnik, Fliesenlegen, Hochbau, Metallbau und Spenglerei. Die letzte EM-Teilnahme liegt vier Jahre zurück – damals holte Ronny Brunäcker sensationell den Vizeeuropameistertitel.
Starker Fachkräftenachwuchs
Josef Herk, Präsident von SkillsAustria, betont die Bedeutung des Wettbewerbs: „Die AustrianSkills zeigen klar, wie stark unser Fachkräftenachwuchs ist und welchen Beitrag qualifizierte junge Menschen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes leisten.“
Jürgen Kraft, Geschäftsführer von SkillsAustria, ergänzt: „Wer sehen will, wie unterschiedlich Talent aussehen kann – von Gestaltung über Produktion bis zu Hightech – sollte kommende Woche nach Salzburg kommen.“
AustrianSkills auf einen Blick
Wann: 20.–22. November 2025 (9–17 Uhr), Siegerehrung am 23. November
Wo: Messezentrum Salzburg
Highlights: 46 Berufswettbewerbe, vier internationale Bewerbe und „Try a Skill“-Stationen
Für wen: Schüler:innen, Eltern, Lehrkräfte, Ausbildungsbetriebe und Interessierte
www.skillsaustria.at

