Zum Jahresende hatte der im SDAX notierte Baumaschinenhersteller Wacker Neuson mitgeteilt, dass der südkoreanische Konzern Doosan Bobcat den Erwerb von Aktien im Umfang von rund 63 Prozent des Grundkapitals von Großaktionären prüfe. Zusätzlich war ein öffentliches Barübernahmeangebot an alle außenstehenden Aktionäre geplant. Die Nachricht sorgte Anfang Dezember für einen deutlichen Kursanstieg der Wacker-Neuson-Aktie, die vom Niveau knapp unter 19 Euro bis auf 26,05 Euro kletterte.
Geplatzte Übernahme lässt Aktie einbrechen
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Gespräche nicht weitergeführt werden. Weitere Details nannten weder Wacker Neuson noch Doosan Bobcat. Die Börse reagierte mit einem massiven Kursrutsch: Am Freitag verlor die Aktie im Xetra-Handel 21,77 Prozent auf 18,58 Euro und fiel zeitweise bis auf 18,40 Euro. Damit wurde die zuvor eingepreiste Übernahmeprämie vollständig abgebaut; das Kursniveau entsprach dem Stand von Ende November.
Analysten verwiesen unter anderem auf auseinanderliegende Bewertungsvorstellungen sowie hohe Finanzierungshürden. Zudem wurde etwa von MarktScreener und finanzen.net ein möglicher Zusammenhang mit dem parallelen Interesse von Doosan an einer Übernahme des südkoreanischen Wafer-Herstellers SK Siltron genannt.
Unabhängig davon hatte Wacker Neuson im November seinen Ausblick angepasst. Für 2025 wird nun ein Umsatz von 2,15 bis 2,25 Milliarden Euro und eine operative Marge von 6,5 bis 6,8 Prozent erwartet, nach 2,23 Milliarden Euro Umsatz und 5,5 Prozent Marge im Jahr 2024.
Das Unternehmen mit Sitz in München beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter und produziert unter mehreren Marken Baumaschinen und kompakte Baugeräte.

